Mo, 11. Dezember 2017

15 Millionen

09.07.2015 11:31

Erstmals mehr Latinos als Weiße in Kalifornien

In Kalifornien leben erstmals mehr Menschen lateinamerikanischer Herkunft als Weiße. Die Zahl der sogenannten Hispanics liege bei 15 Millionen, die der Weißen bei 14,9 Millionen, teilte das US-Statistikamt jetzt unter Berufung auf Daten einer Volkszählung von Juli 2014 mit. Mit 6,3 Millionen leben in dem US-Bundesstaat demnach zudem auch mehr Menschen asiatischer Herkunft als in den anderen US-Staaten.

Schätzungen zufolge werden 2060 rund 48 Prozent der Bevölkerung in Kalifornien lateinamerikanischer Herkunft sein, die Weißen werden dann nur noch einen Anteil von 30 Prozent stellen. Roberto Suro von der University of Southern California bezeichnete die neuen Zahlen in der "Los Angeles Times" als "offizielle statistische Bestätigung" für einen Wandel bei den Bevölkerungsverhältnissen, der schon seit fast einer ganzen Generation zu beobachten sei.

Insgesamt leben in den USA rund 50 Millionen Menschen lateinamerikanischer Herkunft. Die Stimmen der Einwanderer und Latinos sind landesweit entscheidend bei US-Wahlen. US-Präsident Barack Obama hatte seine Wiederwahl 2012 mit breiter Zustimmung der Latinos erreicht. Erwartungsgemäß wird es auch bei der kommenden Präsidentschaftswahl ein Buhlen um diese Wählergruppe geben.

So tritt für die Republikaner etwa mit Marco Rubio ein Sohn von Exil-Kubanern an, der im Wahlkampf für die Konservativen um die Stimmen der Bürger mit lateinamerikanischer Herkunft wirbt. Und auch der nächste Präsidentschaftskandidat der Republikaner aus der Bush-Dynastie, Jeb Bush, könnte bei den Latinos punkten. Der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush spricht Spanisch, ist mit einer Mexikanerin verheiratet und genießt den Rückhalt vieler Latinos in den USA.

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