Do, 14. Dezember 2017

Hebel verwechselt

02.07.2015 12:42

Taiwan: Pilotenfehler Ursache für Flugzeugabsturz

Ein Pilotenfehler war offenbar die Ursache für den TransAsia-Flugzeugabsturz in Taiwan Anfang Februar. Das geht aus einem Bericht hervor, den die örtliche Flugaufsicht am Donnerstag vorgelegt hat. Die Maschine der TransAsia Airways hatte am 4. Februar kurz nach dem Abheben in der Hauptstadt Taipeh eine Brücke gerammt und war dann in einen Fluss gestürzt. 43 Menschen kamen ums Leben.

37 Sekunden nach dem Start habe es zunächst eine Feuerwarnung am Triebwerk Nummer 2 der Maschine geben, heißt es im Untersuchungsbericht. Statt jedoch sofort das offenbar defekte Triebwerk abzustellen, habe der Pilot das intakte Triebwerk Nummer 1 abgestellt. "Wow, habe den Hebel auf der falschen Seite gezogen", wird der Pilot, der bei dem Unglück getötet wurde, in einem Transkript zitiert.

Erste Untersuchungen im Februar hatten ergeben, dass zum Absturzzeitpunkt beide Triebwerke ausgefallen waren. Dem Bericht zufolge soll der Pilot, dessen Identität die Behörde nicht öffentlich macht, noch im Mai 2014 durch einen Test im Flugsimulator gefallen sein. Die Nachprüfung hatte er aber schließlich bestanden.

43 Tote bei Crash im Februar
Die Maschine vom Typ ATR 72-600 war am 4. Februar kurz nach dem Start in Taipeh mit 53 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord in einen Fluss gestürzt. Amateurvideos zeigten, wie das Flugzeug zuvor an Höhe verlor und seitlich eine Autobahnbrücke streifte.

Die Fluggesellschaft bietet den Angehörigen der Todesopfer umgerechnet jeweils rund 400.000 Euro Entschädigung an. Ein Sprecher der taiwanischen Airline sagte am Mittwoch, das Unternehmen hoffe auf eine Einigung mit den Familien.

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