So, 27. Mai 2018

Verdächtiges Objekt

28.04.2015 15:20

Finnen bombardieren "Unterwasserziel" vor Helsinki

Die finnische Marine hat am Dienstag Warnbomben auf ein vermutetes U-Boot in den Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki abgefeuert. Das "Unterwasserziel" sei am Montag und auch Dienstagfrüh gesichtet worden, hieß es. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund wachsender militärischer Anspannung zwischen Finnland und dem östlichen Nachbarn Russland.

Nach Angaben der Marine war ein Unterwasserobjekt zunächst am Montag und dann erneut Dienstagfrüh entdeckt worden. Daraufhin seien Warnbomben, die etwa die Größe von Handgranaten haben, abgefeuert worden. "Die Bomben sollen das Ziel nicht zerstören oder beschädigen, sie sollen dem Ziel signalisieren, dass es entdeckt wurde", sagte ein Militärsprecher der Tageszeitung "Helsingin Sanomat". Verteidigungsminister Carl Haglund sagte, dass Finnland äußerst selten von Warnbomben Gebrauch gebrauch mache.

Spekulationen um ausländisches U-Boot
Haglund sagte weiter, bei dem Objekt könnte es sich um ein U-Boot gehandelt haben. Es sei wahrscheinlich, dass es die Gewässer wieder verlassen habe. Der Minister wollte sich aber nicht an Spekulationen beteiligen, dass es sich um ein ausländisches U-Boot, etwa aus Russland, gehandelt haben könnte - auch wenn das möglich wäre. "Es gab einen starken Verdacht, dass sich unter Wasser etwas abspielte, was da nicht hingehört", so Haglund.

U-Boot-Jagd hielt Schweden in Atem
Erst im Oktober des Vorjahres hatte es in Schweden U-Boot-Alarm gegeben: Es wurde spekuliert, ein russisches U-Boot sei in Schwedens Hoheitsgewässer vor der Hauptstadt Stockholm eingedrungen. Es folgte eine intensive Suche nach dem vermeintlichen Eindringling durch das Militär. Nach der achttägigen Jagd, an der mehr als 200 Soldaten, Militärschiffe und Minenräumboote beteiligt waren, hatte sich das schwedische Militär überzeugt gezeigt, dass ein "Mini-U-Boot" unbekannter Nationalität auf schwedisches Territorium vorgedrungen sei.

Während und nach der erfolglosen Jagd wurden in Schwedens Medien Stimmen laut, welche die Fähigkeit zur Selbstverteidigung des Landes nach Jahren der Budgetkürzungen für das Militär infrage stellten. Im März verkündete die Regierung, sie werde die Verteidigungsausgaben um rund 665 Millionen Euro erhöhen. Der Großteil des Geldes solle in Kapazitäten zum Aufspüren feindlicher U-Boote fließen.

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