Mi, 13. Dezember 2017

Verdächtiges Duo

24.04.2015 19:57

Angestellte verhinderte Überfall auf Juwelier

Hier stimmt etwas nicht, das war einer Angestellten eines Juweliers in Salzburg schnell klar. Zwei Männer, die Perücken trugen, erkundigten sich am Mittwoch bei ihr nach einer Uhr. Der Chef rief wegen ihres verdächtigen Verhaltens die Polizei. Die Beamten fanden bei dem Duo Kabelbinder, Klebeband und eine Spielzeugpistole.

Die Verdächtigen betraten Mittwoch, kurz vor Mittag, den Juwelier Schneider in der Getreidegasse und fragten bei einer Mitarbeiterin in Englisch nach einer Golduhr. Die Angestellte erkannte das auffällige Duo sofort wieder, es war bereits am Dienstag im Geschäft gewesen und hatte sich Schmuckstücke zeigen lassen. Das sagte die Frau auch ihrem Chef Peter Wallek. "Die Männer trugen beide Perücken, das war ziemlich offensichtlich. Einer hatte zudem eine Kappe und eine Sonnenbrille aufgesetzt. Beide hatten Taschen umgehängt", schildert Geschäftsführer Wallek. "Mir ist das gleich sehr verdächtig vorgekommen. Deshalb habe ich mich zu meiner Mitarbeiterin und den Herren dazugestellt", sagt er.

Wenig später kam zufällig Walleks Schwägerin ins Geschäft. Er winkte die Frau gleich zu sich, bat sie im Geschäft zu bleiben. Er selbst lief schnell zum Telefon und rief die Polizei. Dann organisierte sich Peter Wallek weitere Verstärkung und nahm den Goldschmied mit in den Verkaufsraum. Gemeinsam warteten sie ab, bis die Verdächtigen nach etwa zehn Minuten den Juwelierladen verließen. Die Maskierten gingen in Richtung Universitätsplatz davon. Wallek wartete auf die Polizisten und nahm dann gemeinsam mit den Beamten die Verfolgung auf. "Beim Grünmarkt entdeckte ich sie wieder, als sie bei einem Stand etwas kauften", so der Juwelier.

"Wurden bereits zwei Mal überfallen"
Die Einsatzkräfte kontrollierten die Serben. Dabei stellte sich heraus, dass das ungute Gefühl richtig gewesen sein dürfte. Denn in den Taschen hatten der 28-Jährige und der 38-Jährige eine Spielzeugpistole, Kabelbinder und Klebeband gepackt. Die zwei stritten alles ab. Sie wurden in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert. Die Beamten fanden noch heraus, dass die zwei sich in einem Hotel in Salzburg eingemietet haben. Dabei gaben sie falsche Namen an. Der 28-Jährige hatte dafür einen gefälschten Reisepass vorgelegt. "Wenn diese Männer alleine mit der Verkäuferin im Geschäft gewesen wären, hätten sie sicher den Überfall durchgezogen", glaubt Wallek, der immer darauf achtet, dass nie ein Mitarbeiter alleine im Geschäft steht. "Wir wurden bereits zwei Mal überfallen, wahrscheinlich sind wir dadurch auch schon sensibilisiert."

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