Fr, 15. Dezember 2017

Tödlicher Streit

05.03.2015 12:54

Opfer und Täter lebten zusammen in WG

Nach einem Streit mit tödlichem Ausgang am Mittwoch im Wiener Bezirk Ottakring steht nun fest, dass Opfer und Tatverdächtiger Studenten waren, die zusammen in einer Wohngemeinschaft lebten. Ein 33-jähriger Österreicher wurde festgenommen, nachdem sein 28-jähriger Mitbewohner aus Deutschland von WEGA-Beamten mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden worden war.

"Die Zeugenbefragungen haben ergeben, dass die Nachbarin, die gegen 16 Uhr die Polizei alarmiert hat, die Lebensgefährtin des Opfers gewesen ist", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Donnerstag. Das spätere Opfer habe demnach zuletzt die meiste Zeit in der Wohnung seiner 25-jährigen Freundin verbracht - einen Stock unter der Tatortwohnung in der Seitenberggasse.

Das war auch am Mittwoch der Fall gewesen, bis zu dem Zeitpunkt, als der 28-Jährige in die Wohnung des 33-Jährigen ging, um dort zu duschen. Als die Frau wenig später Lärm aus der Wohnung über ihr vernahm, ging sie aus Sorge ebenfalls hinauf. Nachdem ihr die Türe nicht geöffnet wurde, alarmierte sie die Polizei.

Verdächtiger soll psychisch krank sein
Als Beamte der Spezialeinheit WEGA die Tür aufbrachen, fanden sie den Deutschen tot im Vorraum, den 33-Jährigen im angrenzenden Zimmer. Der Verdächtige saß zu diesem Zeitpunkt auf einem Sessel und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er gestand laut Polizei auch unmittelbar, dem 28-Jährigen die tödlichen Verletzungen zugefügt zu haben. Dem Vernehmen nach soll der Verdächtige wegen einer psychischen Erkrankung bereits länger in medikamentöser Behandlung sein.

In einer ersten Aussage sprach der 33-Jährige von einem nicht näher definierten Streit als Motiv für die Tat. Über den Grund und den genauen Hergang war auch Donnerstagmittag noch nichts bekannt, die Einvernahmen waren noch nicht abgeschlossen, sagte Maierhofer. Eine Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden.

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