Di, 21. November 2017

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06.02.2015 20:01

IS: US-Geisel bei jordanischem Luftangriff getötet

Nach der grausamen Ermordung eines jordanischen Piloten durch die Terrormiliz Islamischer Staat greift König Abdullah hart gegen die Dschihadisten durch und lässt seine Luftwaffe massive Angriffe gegen die Extremisten fliegen. Dabei soll nun laut Angaben der Terroristen die US-Bürgerin Kayla Jean Mueller, die der IS im vergangenen Sommer in seine Gewalt gebracht hatte, ums Leben gekommen sein.

Die 26-jährige IS-Geisel aus dem US-Bundesstaat Arizona soll bei einem jordanischen Luftangriff auf die syrische IS-Hochburg Raqqa ums Leben gekommen sein. Diese Behauptung sei vom IS am Freitag verbreitet worden, teilte die Institution SITE mit, die Extremisten im Internet beobachtet. Bei dem Luftangriff sei das Gebäude zerstört worden, in dem sich Mueller aufgehalten habe, hieß es. Auch die Aktivisten der Gruppe "Raqqa is Being Slaughtered Silently" berichteten über den Tod der Frau.

Mueller soll dem IS im vergangenen August in die Hände gefallen sein - als sie mit ihrem Freund in die syrische Stadt Aleppo gefahren war. Mueller arbeitete für die Organisation Ärzte ohne Grenzen in einem Krankenhaus in Syrien. Nach ihrem Verschwinden sei ein Video im Internet aufgetaucht, in dem sie vollverschleiert um ihr Leben fleht. In einer E-Mail hätten die Extremisten dann laut Medienberichten damit gedroht, die US-Amerikanerin zu töten, wenn kein Lösegeld in Millionenhöhe gezahlt werde.

Washington kann Tod der Frau nicht bestätigen
Das US-Außenministerium erklärte allerdings, der Bericht über den Tod der Frau könne derzeit nicht bestätigt werden. Es gebe keine Beweise, die die Darstellung der IS-Miliz belegten. Reuters konnte die Echtheit des Berichts zunächst nicht überprüfen. Der Islamische Staat hat in den vergangenen Wochen mehrere Geiseln getötet, darunter US-Amerikaner, Briten, Japaner und einen Piloten der jordanischen Luftwaffe.

Das jordanische Staatsfernsehen zeigte indes Videoaufnahmen der jüngsten Luftangriffe auf IS-Stellungen. Darauf sind mehrere Bombadierungen zu sehen - und wie jordanische Soldaten Verse aus dem Koran und Slogans gegen die Terrormiliz auf Bomben schreiben, die offenbar über IS-Stellungen abgeworfen werden sollten.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition seien am Freitag östlich und westlich von Raqqa mehr als 30 IS-Kämpfer getötet sowie Militärfahrzeuge und Panzer zerstört worden. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die in Syrien über ein dichtes Netz von Informanten verfügt, können jedoch von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

EU zahlt eine Milliarde Euro im Kampf gegen IS
Die EU-Kommission erklärte am Freitag, in den nächsten zwei Jahren zusätzlich eine Milliarde Euro im Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien und im Irak aufbieten zu wollen. Mit dem Hilfspaket sollen Maßnahmen zur Stabilisierung und Entwicklung der Region auf politischer, sozialer und humanitärer Ebene finanziert werden, ebenso wie der Kampf gegen Terrorgruppen wie den IS.

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