Mo, 20. November 2017

„Ernsthafte Sorgen“

05.02.2015 11:50

Kulm: Bürokratie bedroht Skiflug-Kult-Event

"Der Staat macht uns das Leben schwer. Und zwar in einem Ausmaß, dass man sich ernsthaft um solche Events Sorgen machen muss" - Hubert Neuper, Chef des Organisationskomitees rund um die Kult-Skifluganlage am Kulm in Bad Mittendorf, schlägt in der "Steirerkrone" Alarm. Die Bürokratie treibt es mittlerweile offensichtlich so bunt, dass sie Unternehmen - oder wie im konkreten Fall: Veranstalter - in die Depression treibt.

"Regeln ohne Hausverstand", tauft es Neuper und meint Folgendes: "Am Kulm zum Beispiel sorgen bis zu 1.200 Menschen für den reibungslosen Ablauf." Aber, und jetzt kommt's: "Neuerdings müssen wir alle anstellen, das hat die Gesamtkosten um 25 Prozent nach oben getrieben. Und Freiwillige, die schon seit Jahrzehnten mitarbeiten, dürfen nimmer, weil sie in der Pension nix dazuverdienen dürfen. Das ist grotesk!", ärgert sich Neuper.

"Zeit aufzustehen"
Falsch verstehen solle man ihn aber nicht, sagt Neuper. Er respektiere die Gesetze. Aber wenn der Staat mit einer WM am Kulm ordentlich Geld verdiene und dieses dann dazu hernehme, "uns das Leben schwerzumachen, ist es an der Zeit aufzustehen..."

Der Manager erinnert sich an das vergangene Jahr, da hatte er etwa Besuch von einem Großaufgebot der Finanzpolizei. "Das grenzt ja schon an Schikane!" Gleiches gelte für den Umgang mit Sponsoren, die kriminalisiert würden, wenn sie jemanden zum Besuch der Veranstaltung einladen.

"Wahnsinn lähmt die Wirtschaft"
Ins selbe Horn stößt jetzt auch der steirische Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk und betont, "dass das nichts mit dem laufenden WK-Wahlkampf zu tun hat". Die Kammer startet gerade eine neue Online-Plattform gegen ausufernde Bürokratie, Titel: "Schluss mit Schikanen". Herk: "Der Bürokratie-Wahnsinn lähmt die Wirtschaft!" Allein das sogenannte Beauftragtenwesen koste die steirische Wirtschaft 150 Millionen Euro pro Jahr.

"Geld, das bei Investitionen dann aber fehlt. Der Staat muss als Berater und nicht als Bestrafer auftreten - das gilt vor allem für Bagatellvergehen", fordert der WK-Präsident.

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