Mo, 20. November 2017

Kleines Wunder

04.02.2015 21:23

Dreijähriger überlebt Flugzeugabsturz in Taipeh

Es sind Szenen wie aus einem Katastrophenfilm gewesen: Am Himmel tauchte hinter Hochhäusern urplötzlich ein Passagierflugzeug auf, rauschte auf eine Brücke zu, stellte seine Flügel senkrecht, streifte ein Taxi und schlug mit einer Tragfläche auf der Fahrbahn auf. Danach stürzte der Flieger in einen Fluss - mitten in einem Wohngebiet von Taiwans Millionenmetropole Taipeh. Doch dann passierte tatsächlich noch ein Wunder: Ein Dreijähriger wurde völlig unbeschadet gerettet.

Der dramatische Absturz am Mittwoch forderte mindestens 26 Menschenleben. Von den 58 Menschen an Bord wurden bisher nur 15 gerettet - darunter der Dreijährige. Der kleine Bub war vollkommen unverletzt, als die Retter ihn in das Schlauchboot hoben.

Menschen könnten noch in Wrackteilen eingeschlossen sein
Bis zum Mittwochabend (Ortszeit) gelang es Rettungskräften, mit einem Kran einige Wrackteile aus dem Fluss zu ziehen. Es war trotzdem unklar, wie viele Menschen möglicherweise noch in Wrackteilen im Wasser eingeschlossen sind oder von der Strömung abgetrieben wurden.

Die Ursache für den Absturz liegt noch völlig im Dunkeln. Die Auswertung der Daten aus der inzwischen geborgenen Blackbox des Flugzeuges soll Aufschluss über die Hintergründe geben. Für die Fluggesellschaft TransAsia war es das zweite Unglück innerhalb von sieben Monaten.

"Mayday"-Rufe und ein heldenhaftes Verhalten
Das Turboprop-Flugzeug vom Typ ATR 72 war am Mittwoch um 10.52 Uhr Ortszeit vom Flughafen im Herzen der taiwanesischen Hauptstadt abgehoben. Doch kurz danach funkte der Pilot von Flug GE235: "Mayday, Mayday, Mayday", wie aus Aufnahmen der Luftfahrtbehörde CAA hervorgeht. Anschließend riss der Kontakt zu der Maschine ab. Experten gehen inzwischen davon aus, dass der Pilot mit der "Landung" im Fluss noch versucht hatte, das Schlimmste zu verhindern – anderenfalls wäre der Flieger womöglich in Wohnhäuser gekracht.

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