So, 25. Februar 2018

Tierschützer toben

28.01.2015 21:24

Wirbt Super-Bowl-Spot für illegalen Welpenhandel?

Ein Super-Bowl-Werbespot hat in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst: Das lustig gemeinte Video mit dem herzigen Hundewelpen Buddy wirkt nämlich eher wie eine Werbung für illegalen Welpenhandel. Nach Protesten von Tierschützern wird der Spot nun doch nicht ausgestrahlt.

Zu Beginn erinnert der Super-Bowl-Clip noch an einen Hollywoodfilm. Der junge Golden Retriever fällt von einem Truck und versucht alles, um wieder nach Hause zu kommen. Buddy läuft über Felder und Brücken, selbst Straßen und ein starkes Gewitter können dem Welpen nichts anhaben - er schlägt sich tapfer durch.

Zurück auf seiner Farm scheint das Glück perfekt. Das Frauchen empfängt Buddy mit einem großen Lächeln und drückt ihn liebevoll an sich. Die Begrüßungsworte lassen Tierfreunde dann allerdings erschaudern: "Ich bin so froh, dass du wieder zu Hause bist, denn ich habe dich schon auf der Website verkauft, die ich mit 'GoDaddy' gebaut habe", erklärt die Blondine. Kurz danach sitzt Buddy auch schon wieder in einem Karton und wird von einem Lieferwagen weggebracht.

Tierschützer brachten Unternehmen zum Umdenken
Für Tierschützer stellt dieser Spot eine Verharmlosung des illegalen Welpenhandels im Internet dar. Nach Protesten und Online-Petitionen mit rund 42.000 Unterschriften sah sich der Internetdienstleister "GoDaddy" gezwungen zu handeln und entschied, das Video beim Super Bowl nicht zu senden.

CEO Blake Irving bedankte sich auf Twitter für das aufrichtige Feedback und entschuldigte sich sogleich: "Was eine spaßige und witzige Werbung werden sollte, hat das Ziel eindeutig verfehlt, und daher werden wir von einer Ausstrahlung absehen." Buddy stamme von einem liebevollen Züchter aus Kalifornien und sei jetzt Teil der "GoDaddy"-Familie. Das traurige Schicksal aus dem Werbespot bleibt ihm damit erspart.

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