Mo, 26. Februar 2018

Ortet "Vorurteile"

14.01.2015 06:38

Boston-Bomber fordert Aussetzung seines Prozesses

Der mutmaßliche Attentäter von Boston hat US-Medienberichten zufolge eine Aussetzung seines Prozesses für mindestens einen Monat gefordert. Dzhokhar Tsarnaev habe am Dienstag demnach über seine Anwälte ein entsprechendes Gesuch bei einem Bezirksgericht in Boston eingereicht. Der 21-Jährige sorgt sich um die Wirkung der Attentate von Paris, die einen nachteiligen Einfluss auf seinen Prozess haben könnten.

Tsarnaev muss sich wegen des Bombenanschlags auf den Boston-Marathon am 15. April 2013 mit drei Toten und 264 Verletzten verantworten. Er wird gemeinsam mit seinem Bruder Tamerlan für den Angriff verantwortlich gemacht.

Auf ihrer Flucht sollen die Brüder, die radikalen Islamisten nahegestanden haben sollen, zudem einen Polizisten erschossen haben. Tamerlan Tsarnaev wurde bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei getötet.

Verteidigung befürchtet "Vorurteile"
Nach den Terroranschlägen in Paris in der vergangenen Woche mit insgesamt 17 Toten waren in medialen und politischen Debatten Parallelen zum Boston-Attentat gezogen worden. Wie US-Medien unter Berufung auf Justizdokumente berichteten, erhofft sich Tsarnaevs Verteidigung von einer Prozesspause nun, dass die "Vorurteile" und die Vergleiche beider Ereignisse nachließen.

Der Prozess gegen Tsarnaev hatte am Montag vergangener Woche mit der Auswahl der Geschworenen begonnen, die mehrere Wochen dauern könnte. Dem 21-Jährigen droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe.

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