Do, 23. November 2017

„Verhaltenes“ Plus

25.11.2014 12:52

OECD sieht Wirtschaftserholung 2015 und 2016

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung rechnet für Österreichs Wirtschaft in den nächsten beiden Jahren mit einer Erholung. Eine mögliche Steuersenkung insbesondere für Geringqualifizierte und eine Anhebung des effektiven Pensionsantrittsalters würden die Erwerbsbeteiligung anheben und das Wachstum ankurbeln, heißt es im am Dienstag präsentierten OECD-Wirtschaftsbericht.

Konkret wird für das heurige Jahre ein BIP-Wachstum von mageren 0,5 Prozent erwartet - die Mai-Prognose hatte noch 1,5 Prozent vorgesehen. 2015 soll das Wachstum dann auf 0,9 und 2016 auf 1,6 Prozent steigen. Die Arbeitslosenrate werde nach aktuell 5,0 auf 5,2 Prozent im kommenden Jahr klettern, im Jahr danach ist ein leichter Rückgang auf 5,1 Prozent prognostiziert.

Schwache Nachfrage lässt Wachstum grundeln
Das Wachstum bleibe aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage und des abnehmenden Vertrauens im Inland "verhalten". Durch die soliden Fundamentaldaten, günstige Finanzierungsbedingungen und die Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds dürfte sich die österreichische Wirtschaft 2015 und 2016 jedoch stetig erholen, erklärt die Organisation.

Die Arbeitslosenquote sei zwar für österreichische Verhältnisse hoch, innerhalb der EU zähle sie jedoch nach wie vor zu den niedrigsten. Die Inflation werde den Berechnungen zufolge über dem Durchschnitt des Euro-Raums bleiben.

Kritik an Österreichs Umgang mit Krisenbanken
Deutliche Worte findet die OECD zum Umgang mit den teil- und vollverstaatlichten Banken: Deren Umstrukturierung sei weiterhin eine Belastung für die Staatsfinanzen. Vor allem die Abwicklung der Hypo Alpe Adria (jetzt: Heta) werde das heurige Haushaltsdefizit nochmals erhöhen. "Die Rechtsunsicherheit im Zusammenhang mit dem Abschluss der Umstrukturierung sollte rasch beseitigt werden", mahnt die OECD.

Pluspunkte gibt es von der Organisation für die grundsätzliche Stabilität der österreichischen Wirtschaft: Neben Deutschland und Polen sei unser Land im Fall von Turbulenzen auf den Finanzmärkten am wenigsten gefährdet, so die OECD.

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