Fr, 24. November 2017

Stand im Weg

21.11.2014 14:38

Schweizer Christbaum musste Faymann weichen

Der Besuch von Kanzler Werner Faymann im Schweizer Aarau erregt die Gemüter. Im Zentrum stehen jedoch nicht politische Differenzen, sondern eine 20 Meter hohe Tanne. Der Baum hätte heuer am zentral gelegenen Aargauerplatz Christbaum spielen sollen. Dabei hätte er allerdings den Empfang für Faymann am Freitag gestört, fand der Regierungsrat. Am Donnerstag wurde kurzer Prozess gemacht und die Tanne gefällt - zum Ärger vieler Aarauer.

Anscheinend waren die Behörden davon überrascht, dass der Christbaum heuer schon früher als gewohnt aufgestellt worden war, berichtet die "Aargauer Zeitung". So durfte die Tanne nicht einmal eine Woche lang vorweihnachtliche Stimmung verbreiten: Am vergangenen Freitag war sie aufgestellt worden, am Tag vor Faymanns Besuch war ihr letztes Stündchen gekommen.

"Warum muss er weg, wenn einer aus Österreich kommt?"
"Das ist eine Schweinerei, warum muss der Baum weggeräumt werden, wenn einer aus Österreich kommt? Die haben doch auch Weihnachten da draußen", zitierte das Blatt einen wütenden Aarauer. "Was sich diese Politiker leisten, ist unbegreiflich", stand im Forum des Artikels zu lesen. Oder etwas diplomatischer: "Ich bin sicher, den Kanzler hätte der Baum nicht gestört."

"Ein paar Hundert Franken" werde der nicht eingeplante neue Christbaum nun den Kanton kosten, sagte Stadtpräsidentin Jolanda Urecht. Zumindest musste sein unglücklicher Vorgänger keinen sinnlosen Tod sterben: Der untere Teil des Stammes ist nun ein Kletterbaum in einem Kindergarten, an den Nadelästen erfreuen sich Ziegen, Truthähne und Schneehasen im Tierpark Roggenhausen. Die Tanne sei für die Tiere Futter, Beschäftigung und Versteck in einem, erklärte eine Tierpflegerin.

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