Do, 22. Februar 2018

"Provokation"

07.09.2014 08:11

D: Tragen der "Scharia-Polizei"-Westen verboten

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen stellt das Tragen der sogenannten "Scharia-Polizei"-Westen unter Strafe. Der Innenminister des Bundeslandes Ralf Jäger sagte am Samstag in der Fernsehsendung "Aktuelle Stunde" des WDR, er habe hierzu am Nachmittag einen polizeilichen Erlass herausgegeben. Diese Provokation werde man nämlich nicht dulden.

Die Polizei sei angewiesen, "gegen solche Möchtegern-Streifen mit allen polizeilichen Mitteln vorzugehen". Das umfasse die Identitätsfeststellung und das Wegnehmen der Westen oder anderer Dinge, die den Polizeinamen missbrauchen, fügte er hinzu.

Jäger begründete sein Vorgehen damit, dass das Handeln der sogenannten Scharia-Polizei nicht mehr mit dem Grundrecht auf Religionsfreiheit gedeckt sei. "Menschen zu missionieren, zu nötigen, im öffentlichen Bild als Polizei, als Streife aufzutreten, habe die Menschen so sehr verunsichert, dass die Wuppertaler Polizei ein Bürgertelefon eingerichtet habe."

Zentralrat der Muslime verurteilte "Scharia-Polizei"
Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, verurteilte das Tragen der "Scharia-Polizei"-Westen. "Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen", sagte Mazyek dem "Tagesspiegel am Sonntag".

"Diese Leute betreiben eine Zweckentfremdung unserer Religion. Sie schaden mit dieser schrillen und völlig unsinnigen Aktion den Muslimen ungemein." Mazyek forderte gleichzeitig, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Nächtliche Patrouillen in Wuppertal
Eine selbsternannte "Scharia-Polizei" war nachts mehrfach durch Wuppertal patrouilliert und hatte die Bevölkerung verunsichert. Die Islamisten trugen orangene Westen mit dem Aufdruck "Shariah Police" und versuchten, junge Leute "zu beeinflussen und anzuwerben". Es handelte sich demnach um polizeibekannte Anhänger der Salafisten-Szene.

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