Di, 17. Oktober 2017

Millionenschaden

05.06.2014 10:11

Drei Verletzte bei Großbrand in Recycling-Werk

In Unterpremstätten nahe Graz hat von Mittwochabend bis Donnerstag früh ein Großbrand im Elektroschrott-Recycling-Werk des steirischen Abfallentsorgers Saubermacher zahlreiche Feuerwehren auf Trab gehalten. Drei Feuerwehrmänner wurden verletzt. Der Schaden geht in die Millionen. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten werden voraussichtlich noch bis zum Nachmittag dauern.

Das Feuer war gegen 22 Uhr ausgebrochen, die Brandmeldeanlage schlug sofort Alarm. Insgesamt rückten 17 Feuerwehren mit 37 Fahrzeugen aus, rund 220 Florianis stehen zum Teil nach wie vor im Einsatz. Weil in der vollautomatischen Anlage auch Elektronikteile verarbeitet wurden, gab es auch Umweltalarm. "Es bestand aber keine Gefahr für Umwelt und Mensch", erklärte Unternehmenssprecherin Jutta Hackstock-Sabitzer.

Feuerwehrmänner verletzt
Bei dem Löscheinsatz wurden zudem drei Feuerwehrleute leicht verletzt. Zwei wurden mit leichter Rauchgasvergiftung ins LKH Graz-West gebracht und für einen Tag stationär zur Beobachtung aufgenommen. Ein Mann erlitt bei einem Sturz eine Handverletzung. Auch der Chemiealarmdienst des Landes Steiermark, die Polizei und das Rote Kreuz waren vor Ort. Mit einem endgültigen "Brand aus" wird erst in den Nachmittagsstunden gerechnet.

Schaden "geht in die Millionen"
Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt, eine Vermutung seitens der Ermittler gehe aber in Richtung Selbstentzündung. "Das genaue Schadensausmaß wie auch die Brandursache müssen in den nächsten Tagen noch ermittelt werden; er geht aber in die Millionen", erklärte die Hackstock-Sabitzer.

Die 2010 eröffnete und 2012 erweiterte 6,5 Millionen Euro teure High-Tech-Anlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 15.000 Tonnen und einer Recycling-Quote von 85 Prozent sei jedenfalls weitgehend zerstört worden. Am Standort sind rund 80 Mitarbeiter beschäftigt, davon 20 direkt an der betroffenen Anlage. Der Betrieb sei aber nicht beeinträchtigt und sämtliche Dienstleistungen würden wie gewohnt durchgeführt, so die Sprecherin.

Südautobahn stundenlang gesperrt
Die nur 70 Meter vom Gelände entfernte Südautobahn musste wegen der starken Rauchentwicklung in der Nacht für rund drei Stunden gesperrt werden. In der Früh konnte sie wieder freigegeben werden.

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