Di, 12. Dezember 2017

Kanzler macht Druck

27.05.2014 16:50

Faymann: "Steuerreform muss 2015 kommen"

"So wenig bleibt vom Bruttogehalt": Mit dieser Schlagzeile für eine Millionen-Leserschaft hat die "Krone" zuletzt Druck gemacht, dass die Steuerschraube endlich gelockert wird. Massiv unterstützt wird diese dringend notwendige Maßnahme vom ÖGB, der wiederum den Druck von seinen Mitgliedern zu spüren bekommt. Und auch Bundeskanzler Werner Faymann stellt im Gespräch mit der "Krone" klar: "Eine Steuersenkung muss 2015 kommen."

Das ist deshalb mehr als verständlich, weil einem Arbeitnehmer von 1.500 Euro brutto nur 1.160 Euro netto bleiben. Von 2.000 Euro nur 1.409 Euro und von 2.500 Euro lediglich 1.670 Euro netto.

Dazu Kanzler Faymann zur "Krone": "Es ist immer dasselbe. Auch in der letzten Legislaturperiode hat Josef Pröll gesagt, wir können uns eine Steuerreform nicht leisten. Ich kann ja Finanzminister Spindelegger für eine Steuerreform nicht über den Tisch ziehen, also muss ich dafür kämpfen, dass möglichst viele Menschen Druck machen – die Gewerkschaft ist ja schon auf meiner Seite."

"Werde auch um ÖVP-Wähler werben"
Dann Faymanns Ankündigung, welchen Termin er sich für eine Steuersenkung vorstellt: "Das muss 2015 kommen. Von mir aus auch Mitte des Jahres, aber es muss kommen. Dafür werde ich auch um ÖVP-Wähler werben. Es gibt ja bei der ÖVP viele kleine Unternehmer, die ebenfalls unter dem Steuer- und Abgabendruck stöhnen. Wenn ich von dort Unterstützung bekomme, dann wird ja wohl etwas zu machen sein."

ÖGB plant große Informationskampagne
Unterstützung für Faymanns Steuersenkungskampagne wird am Mittwoch kommen: Der ÖGB-Vorstand tagt, und da ist für heuer geplant, in einer groß angelegten Informationskampagne bei Betriebsräten in ganz Österreich für eine Steuersenkung Druck zu machen.

Druck kommt im Übrigen auch von den roten Pensionistenvertretern unter Karl "Charly" Blecha: Der beruft sich jetzt auf eine Millionärsstudie, die besagt, dass Österreichs Millionäre "so reich wie nie zuvor sind, und dass ihr Vermögen 2013 um sieben Prozent auf 260 Milliarden Euro angewachsen ist".

"Schlachtross" Blecha: "Dem steht gegenüber, dass den kleinen Leuten wegen hoher Steuern und kalter Progression netto immer weniger bleibt."

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