Mo, 20. November 2017

Im Schnee gefangen

10.02.2014 08:49

Kärnten: Rotwild und Reh mit Hubschrauber gerettet

In Kärntner und Osttiroler Wäldern herrscht nach den heftigen Schneefällen Notzeit für das Wild: Im Lesachtal mussten fünf Stück Rotwild und ein Reh mittels Hubschrauber gerettet werden, die in den Schneemassen in der Gail steckenblieben. Indes appellieren Jäger an Tourengeher und Wanderer, das Wild in Ruhe zu lassen.

Die Tiere, ein Hirsch und zwei Hirschkühe mit ihren Kälbern sowie ein Reh hatten sich alleine nicht mehr befreien können. "Es war eine schnelle Aktion", berichtet der Osttiroler Bezirksjägermeister Martin König: "Es haben alle zusammengeholfen. Ein Tierarzt hat das Wild narkotisiert, danach wurde das Rotwild geborgen und für den Hubschraubertransport zur nächsten Fütterung oberhalb von Untertilliach vorbereitet."

Störungen können tödlich enden
Solche Schneemassen stellen eben nicht nur für Menschen, sondern auch für das Wild eine Extremsituation dar. Die Jäger haben deshalb die genehmigten Fütterungen in den Bezirken Hermagor und Osttirol beschickt. "Notfütterungen, wie sie das Kärntner Jagdgesetz vorsieht, sind durchzuführen", erklärt Bezirksjägermeister Carl Gressel. Doch das Wichtigste für das Wild ist, dass es in den Wäldern Ruhe hat. König: "Die Tiere senken im Winter den Stoffwechsel, verbrauchen daher kaum Energie. Jede Störung kann für Reh, Hirsch und Gams den Tod bedeuten."

Appell: Nur markierte Routen wählen
Gressel und König appellieren deshalb an die Tourengeher und Schneeschuhwanderer, die Einstände des Wildes zu meiden und nur die markierten Routen sowie Forstwege zu benützen.

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