Fr, 25. Mai 2018

Skandal-Stadtchef

30.01.2014 10:58

Ford ließ angeblich Mann in Gefängnis verprügeln

Der von diversen Skandalen verfolgte Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, hat ein neues Problem: Er wird vom Ex-Freund seiner Schwester verklagt, der Ford vorwirft, dieser habe ihn im März 2012 im Gefängnis verprügeln lassen. Der Mann soll zuvor gedroht haben, Fords diverse Alkohol- und Drogenprobleme öffentlich zu machen.

Ja, er habe Crack geraucht, und ja, er sei unter Alkoholeinfluss diverse Male ausfällig geworden - sogar Morddrohungen kamen per Video ans Licht -, hat Torontos Bürgermeister inzwischen mehrmals öffentlich bekannt. Öffentlich wurden die Verfehlungen Anfang November 2013.

Einer, der den Skandal bereits über ein Jahr zuvor hätte ins Rollen bringen können, ist offenbar Scott MacIntyre. Er habe angedeutet, die illegalen Machenschaften des Bürgermeisters ans Licht zu bringen, so der Ex-Freund von Fords Schwester laut der Nachrichtenagentur AP. Daraufhin sei er im März 2012 ins Gefängnis gesteckt worden, weil er Ford angeblich bedroht habe.

Dort sei er verprügelt worden, so MacIntyre. Der Angreifer habe ihm "schlimme Konsequenzen" vorausgesagt, sollte er Ford verraten. Die Attacke habe Ford gemeinsam mit einem Football-Coach ausgeheckt, behauptet MacIntyre weiter. Ein ehemaliger Football-Spieler, der ebenfalls hinter Gittern saß, habe ihn angegriffen. Die beiden Drahtzieher hätten außerdem dafür gesorgt, dass in dem Bereich keine Überwachung stattfand und keine Wachen zugegen waren.

Als Entschädigung verlangt MacIntyre nun eine Million kanadische Dollar (umgerechnet etwa 658.000 Euro). Ford hat sich zu der Klage bisher nicht geäußert, sein Anwalt Dennis Morris hat die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen. Dass der neue Skandal den Stadtchef von Toronto beeindruckt, ist jedenfalls unwahrscheinlich - trotz aller Probleme hatte er Anfang Jänner angekündigt, erneut zu kandidieren. "Ich bin der beste Bürgermeister, den die Stadt jemals hatte", so Ford.

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