Mo, 20. November 2017

Hatte keine Bleibe

09.01.2014 18:58

Ungarin (37) stahl, um ins Gefängnis zu kommen

Eine nicht alltägliche Erklärung für ihre Taten hat eine mutmaßliche Diebin aus Ungarn am Mittwoch der Polizei im Burgenland geliefert. Die 37 Jahre alte Frau erklärte den Beamten, sie habe die Diebstähle begangen, da sie nach einem Streit mit dem Vater keine Bleibe mehr hatte und in Österreich ins Gefängnis wollte. Ihr Plan ging allerdings nicht auf: Die Ungarin wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Die 37-Jährige hatte sich beim Diebeszug in einem Drogeriemarkt im Bezirk Neusiedl am See zunächst äußerst geschickt angestellt. So gelang es der Ungarin, nicht weniger als 82 verschiedene Toiletteartikel unbemerkt in ihrer Tasche verschwinden zu lassen. "Die Frau räumte den Drogeriemarkt regelrecht aus", hieß es dazu seitens der Polizei. An der Kassa war für die 37-Jährige jedoch Endstation, als eine Angestellte einen Blick in die Tasche warf, die gestohlenen Artikel entdeckte und die Polizei alarmierte.

Als die Beamten vor Ort eintrafen und auch den vor dem Drogeriemarkt abgestellten Wagen der Ungarin unter die Lupe nahmen, stießen sie darin auf unzählige weitere gestohlene Gegenstände. Die Waren hatten laut Polizei einen Gesamtwert im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich.

Keine Bleibe nach Streit
Zur Vernehmung wurde die mutmaßliche Diebin auf die Polizeiinspektion gebracht. Dass Langfinger selten um eine mehr oder weniger kreative Erklärung verlegen sind, wenn sie in flagranti erwischt werden, ist bekannt. Die Rechtfertigung, die die 37-Jährige den Polizisten gab, ließ die Männer allerdings nicht schlecht staunen. So erklärte die Ungarin, sie habe sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, der sie im Zuge der Auseinandersetzung offenbar aus dem Haus geworfen hatte, dazu entschlossen, auf Diebestour zu gehen. Ihr Ziel sei es dabei gewesen, erwischt zu werden und in Haft zu kommen, um so ein Dach über dem Kopf zu haben.

Die 37-Jährige hatte die Rechnung jedoch ohne den zuständigen Staatsanwalt gemacht, der es bei einer Anzeige auf freiem Fuß beließ.

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