Mi, 13. Dezember 2017

Boston-Attentat

14.09.2013 09:09

Tsarnaev-Freunde plädieren auf unschuldig

Die drei angeklagten Freunde des überlebenden Attentatsverdächtigen vom Boston-Marathon haben am Freitag vor einem US-Gericht auf unschuldig plädiert. Zwei jeweils 19 Jahre alten Bekannten von Dzhokhar Tsarnaev wird Behinderung der Justiz vorgeworfen, ein gleichaltriger College-Freund des mutmaßlichen Attentäters muss sich wegen Falschaussage verantworten.

Die jungen Männer sollen auf Aufforderung Tsarnaevs hin nach dem Anschlag vom 15. April in das Wohnheimzimmer ihres Freundes gegangen sein und dessen Laptop, einen Rucksack mit explosivem Material sowie andere Gegenstände mitgenommen und teilweise entsorgt haben.

Bei dem Anschlag auf den Boston-Marathon waren drei Menschen getötet und mehr als 260 weitere verletzt worden. Für die Tat werden Dzhokhar Tsarnaev und sein älterer Bruder Tamerlan verantwortlich gemacht. Auf ihrer Flucht sollen sie einen Polizisten erschossen und einen weiteren Beamten schwer verletzt haben. Tamerlan wurde auf der Flucht getötet, Dzhokhar später schwer verletzt festgenommen.

"Keinerlei kriminelle Absicht gehabt"
Der Anwalt eines der drei Angeklagten sagte am Freitag, sein Mandant habe "keinerlei kriminelle Absicht gehabt, die Justiz zu behindern oder Dzhokhar in irgendeiner Form zu helfen". Er sei vielmehr "schockiert wie wir alle über das Geschehene" und habe keinen Zusammenhang mit seinem Freund Tsarnaev erkennen können, da dieser "weder radikal noch religiös" auffällig gewesen sei.

Den drei Angeklagten drohen bei einer Verurteilung Haftstrafen zwischen 16 und 20 Jahren. Zwei von ihnen könnten zudem aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen werden.

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