Mi, 13. Dezember 2017

"Neuen Terrorwelle"

05.09.2013 19:01

Ägypten: Anschlag auf Konvoi des Innenministers

Der ägyptische Innenminister Mohammed Ibrahim hat am Donnerstag ein Attentat überlebt. Nach staatlichen Angaben kamen bei dem Anschlag in Kairo aber zwei Menschen ums Leben, darunter der Fahrer eines mit Sprengstoff beladenen Autos. Zudem seien 22 Menschen verletzt worden. Der Minister erklärte, der Angriff sei der Anfang einer neuen Terrorwelle. Wer hinter der Tat steckt, ist noch nicht klar.

Die Muslimbrüderschaft verurteilte den Anschlag scharf, obwohl Ibrahim für das Vorgehen der Übergangsregierung gegen die Organisation mitverantwortlich ist. Die Muslimbrüder unterstützen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi, der von den Streitkräften entmachtet wurde.

Rätselraten über Hergang des Angriffs
Über den Hergang des Angriffs liegen immer noch widersprüchliche Angaben vor. Der Kairoer Sicherheitschef Osama al-Saghir sagte, Ibrahim sei Sekunden nach dem Verlassen seines Hauses im Bezirk Nasr-Stadt angegriffen worden. Ein vor der Kolonne des Ministers fahrendes Auto sei explodiert, sagte er der Zeitung "Al-Ahram". Zudem sei das gepanzerte Fahrzeug des Ministers beschossen worden.

Das staatliche Fernsehen berichtete dagegen, die Bombe sei von einem Gebäude aus geworfen worden. Aus Sicherheitskreisen hieß es wiederum, auf einem Motorrad seien drei Sprengsätze deponiert worden. Die Attentäter hätten sie gezündet, als Ibrahim vorbeigefahren sei.

"Anfang einer neuen Terrorwelle"
"Was heute passiert ist, ist nicht das Ende, sondern der Anfang", sagte Ibrahim auf die Frage eines Reporters, ob Ägypten vor "einer neuen Terrorwelle" stehe. Ein Aufstand von Islamisten hatte in den 90er Jahren das Land erschüttert und der Tourismusindustrie schweren Schaden zugefügt.

Blutiger Machtkampf in Ägypten
In Ägypten tobt derzeit ein blutiger Machtkampf zwischen dem islamischen Lager und dem Militär, das Anfang Juli Mursi abgesetzt hatte. Seitdem kamen bei gewaltsamen Protesten Hunderte Menschen ums Leben.

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