Di, 17. Oktober 2017

Helfer gesucht

07.08.2013 15:23

Das Leid der Streunerkatzen in Österreich

Anlässlich des Weltkatzentags am 8. August macht die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" auf das Leid der Streunerkatzen in Österreich aufmerksam. Die Organisation fordert ein Ende der bestehenden Ausnahmen in der gesetzlichen Kastrationspflicht. Für das vor Kurzem angelaufene Wiener Streunerkatzen-Projekt suchen die Tierschützer außerdem dringend Freiwillige, die mithelfen wollen.

Haben Katzen regelmäßigen Zugang ins Freie, so sind sie laut Zweiter Tierhalteverordnung von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. "Wir fordern, dass auch Landwirte ihre am Hof lebenden Katzen kastrieren müssen", so "Vier Pfoten"-Chef Helmut Dungler.

Der Teufelskreis unkontrollierter Fortpflanzung
Nach wie vor werden viele junge Katzen aus landwirtschaftlicher Haltung nach der Geburt schlicht getötet, was natürlich gesetzlich verboten ist. Die überlebenden Tiere werden nicht kastriert – was laut Helmut Dungler ein Teufelskreis ist: "Sie vermehren sich weiter unkontrolliert, damit gehen die Tötungen in der nächsten Generation weiter."

Kastrationsprojekt in der Hauptstadt
Aber nicht nur am Land, auch in der Stadt vermehrt sich unerwünschter Nachwuchs rasant. Streunerkatzen leben vornehmlich in fremden Gärten, Baugebieten oder Kleingartenanlagen. Mit der Stadt Wien haben die "Vier Pfoten" daher ein gemeinsames Kastrations-Projekt gestartet, um die Anzahl der auf den Straßen lebenden Tiere zu verringern.

"Streunerkatzen"-Mobil unterwegs in Wien
Dafür wurden die Tierschützer von der Stadt Wien mit einem Streunerkatzenmobil ausgestattet, mit dem sie die Tiere zu Tierärzten bringen und im Anschluss an die tierärztliche Versorgung und Kastration wieder in ihrem Revier auslassen. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre ausgerichtet; danach wird evaluiert, ob weitere Maßnahmen nötig sind. krone.tv begleitete die Tierschützer bei einem Einsatz - mehr dazu finden Sie in der Infobox.

Freiwillige Helfer gesucht
Einen besonders wertvollen Beitrag für das Projekt leisten die Veterinäre, die allesamt ehrenamtlich tätig sind. Aber auch für andere Tätigkeiten werden helfende Hände gesucht. "Vier Pfoten"- Mitarbeiterin Indra Kley: "Wir freuen uns über alle, die uns regelmäßig beim Einfangen und dem Transport der Katzen zum Tierarzt unterstützen wollen. Da das Fangen meist in den frühen Morgenstunden stattfindet, sollten die Interessierten morgens und vormittags Zeit haben. Auch ein eigener Pkw wäre von Vorteil, weil die Gebiete oft am Stadtrand liegen."

Pflegeplätze für Katzenwelpen benötigt
Auch Pflegeplätze für junge Kätzchen werden dringend gesucht. "Wer Erfahrung in der Aufzucht von Katzenwelpen hat und sich in diesem Projekt engagieren möchte, soll sich bitte bei uns melden", so Kley. Bis zu einem Alter von etwa sechs Wochen können junge Streunerkatzen noch an den Menschen gewöhnt und vor einem Leben auf der Straße bewahrt werden.

Auch Futterspenden helfen
Die "Vier Pfoten" sind aber auch über Futterspenden für die Streunerkatzen dankbar: "Damit könnten die zahlreichen privaten Fütterer unterstützt werden, die sich derzeit schon so aufopferungsvoll um die Katzen kümmern", sagt Indra Kley.

Interessierte werden gebeten, sich per Mail unter streunerkatzen@vier-pfoten.org zu melden.

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