Mo, 11. Dezember 2017

"Banana Joe" siegte

15.02.2013 12:06

Ein Affenpinscher ist der schönste Hund der USA

Am 11. und 12. Februar fand zum 137. Mal die größte Hundeausstellung der USA in New York statt. Antreten darf bei der Westminster Kennel Club Dog Show nur, wer bereits zum Zuchtchampion seiner Rasse gekürt wurde. Als schönster Hund Amerikas darf ab sofort Affenpinscher "Banana Joe" bezeichnet werden. Er holte mit seinem überglücklichen Handler den begehrten Titel "Best in Show".

2.500 Vierbeiner aller vom American Kennel Club anerkannten Hunderassen treten in sieben verschiedenen Gruppen gegeneinander an. Ihre Besitzer wollen nur eines: den begehrten Hauptpreis, den Titel "Best in Show". Im Jahr 2013 ist der Pokal an den Affenpinscher Banana Joe und seinen Handler (jene Person, die den Hund im Ring präsentiert) Ernesto Lara gegangen. Der Hund hat damit nicht nur Ruhm und Ehre eingeheimst, sondern auch eine Menge Geld verdient, denn der Gewinner der Westminster Kennel Club Dog Show wird zum Liebling der Presse und ist ein gefragter Gast im US-Fernsehen.

Richter suchen den schönsten Hund Amerikas
Die Spannung war greifbar im Madison Square Garden. 2.500 Hunde und ihre Besitzer konnten die begehrten Startplätze ergattern, alle von ihnen waren bereits zum Zuchtchampion ihrer Rasse gekürt worden. In sieben Gruppen (Terrier, Sporting, Working, Non-Sporting, Toy, Hound und Herding), die sich von der bei uns bekannten FCI-Klassifizierung wesentlich unterscheiden, treten die Hunde gegeneinander an.

Beurteilt wird, wie nahe die Hunde dem Rassestandard kommen. Die Richter vergeben Punkte für Fell, Augen, Statur und die Erfüllung jener körperlichen Voraussetzungen für die ursprünglich Aufgabe der Hunderasse - so muss etwa ein Border Collie körperlich in der Lage sein, Schafe zu hüten, um einen Titel zu holen. In diesem Jahr konnte Affenpinscher Banana Joe die Preisrichter überzeugen und holte sich den Gesamtsieg.

Ausstellung findet bereits seit 1877 statt
Die Westminster Kennel Club Dog Show hat lange Tradition. Teilnehmen dürfen 185 verschiedene Rassen aus aller Welt. Die Ausstellung fand dieses Jahr bereits zum 137. Mal statt (die erste Show wurde 1877 abgehalten), als Örtlichkeit diente wie jedes Jahr der Madison Square Garden in New York City. Und die Ausstellung erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit: Um den Madison Square Garden nicht zu überfüllen, gilt ein Teilnahmelimit von 2.500 Hunden, das immer schon am ersten Anmeldungstag erreicht wird. Die besten fünf Tiere jeder Rasse werden vom Club eingeladen, an der Show teilzunehmen, um ihnen den Wettkampf auf jeden Fall zu ermöglichen.

Hundeausstellung als Medienspektakel
Bereits seit 1948 wird die Show jedes Jahr im Fernsehen übertragen und gilt als einer der Sportevents mit den besten Quoten. Wer als Zuschauer live dabei sein will, muss sich beim Ticketkauf beeilen, denn die Show ist meist binnen Tagen ausverkauft. Der glückliche Gewinner des Titels "Best in Show" gilt für ein Jahr als schönster Hund Amerikas und absolviert nach dem Sieg einen regelrechten Medien-Marathon.

Banana Joe wird im US-Frühstücksfernsehen zu Gast sein und zahlreiche Presseauftritte meistern müssen, doch die Westminster Kennel Club Dog Show war seine letzte Ausstellung: Joe, wie der Hund gerufen wird, kehrt nach seinen Medienterminen in seine Heimat Niederlande zurück, um seinen "Ruhestand" mit seiner Besitzerin zu genießen.

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