Sa, 16. Dezember 2017

Unglück im Betrieb

18.04.2012 12:00

18-jähriger Lehrling nach Explosion in Nenzing gestorben

Die Explosion im Vorarlberger Liebherr-Werk in Nenzing im Bezirk Bludenz am Dienstagnachmittag hat ein Todesopfer gefordert. Der 18-jährige Lehrling, der nach dem Unglück in eine Spezialklinik nach Deutschland geflogen worden war, erlag in der Nacht auf Mittwoch seinen Brandverletzungen, erklärte Polizeisprecher Rainer Fitz Mittwochvormittag. Zur Explosionsursache gibt es noch keine neuen Erkenntnisse.

Bei dem Unglück waren neben dem 18-Jährigen sieben weitere Personen verletzt worden, darunter fünf Schüler der Mittelschule Nenzing, die den Betrieb besichtigten. Laut Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft befanden sich am Mittwoch noch vier der Explosionsopfer in stationärer Behandlung, davon drei in Feldkirch. "Es geht ihnen besser", sagte Sprecherin Andrea Bachmann. Über die schwere der Verletzungen gingen die Berichte auseinander: Es war ebenso von Brandverletzungen und Prellungen, wie auch von Rauchgasvergiftungen die Rede.

Die Explosion ereignete sich gegen 15.25 Uhr in der Lehrlingslackierbox des Unternehmens. Kurz nach der Detonation brach ein Feuer aus. Nach Angaben von Alexander Loretz von der Betriebsfeuerwehr standen insgesamt fünf Wehren mit 180 Mann und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Kurz nach 17 Uhr konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden.

Rätselraten über Ursache
Wie es zu der Explosion kam, ist weiter ungeklärt. "Man kann noch nicht sagen, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen handelt", erklärte Polizeisprecher Fitz. Auch für Geschäftsführer Walter Länge ist die Explosion rätselhaft: "Dazu braucht es ein zündfähiges Gemisch und einen Funken. Beides dürfte es in dem Bereich nicht geben." Zudem wurden am Dienstag aufgrund des Besuchs der zwölf bis 14 Jahre alten Schüler keine Arbeiten in der Lackierbox durchgeführt.

Neben der örtlichen Polizei ermitteln das Landeskriminalamt sowie Beamte des Koordinierten Kriminaldienstes Bludenz und des Bundeskriminalamts. Nähere Erkenntnisse seien frühestens am Donnerstag zu erwarten, hieß es.

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