Mo, 18. Dezember 2017

Unfall in Zell am See

10.07.2011 18:16

Bursch entzündet Knallkörper in See: 2 Finger abgerissen

Schmerzhafter Unfall mit einem Knallkörper in Zell am See im Salzburger Pinzgau: Einem 18-jährigen Burschen sind am frühen Sonntagnachmittag zwei Finger abgerissen worden.

Der Teenager befand sich gegen 12.40 Uhr etwa 100 Meter nördlich des Strandbades Thumersback im Wasser des Zeller Sees, als der pyrotechnische Gegenstand in seiner Hand explodierte, erläuterte Polizeisprecher Mario Rieder. Offenbar wollte der 18-Jährige ausprobieren, wie ein Knallkörper im Wasser reagiert, sagte Rieder.

Abgetrennte Fingerteile nicht mehr gefunden
Aus bisher unbekannter Ursache habe der Bursche das Sprengmittel nicht mehr rechtzeitig wegbekommen, so wurden ihm der Zeige- und der Mittelfinger der rechten Hand abgetrennt. Die Wasserrettung rückte zwar umgehend aus, um die abgetrennten Fingerteile im Uferbereich zu suchen, dieses Unterfangen war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Der Schwerverletzte wurde vom Roten Kreuz zuerst ins Krankenhaus Zell am See und anschließend mit dem Rettungshubschrauber "Alpin Heli 6" ins Spital gebracht.

Arzt: Mann geht es den Umständen entsprechend gut
Der Verletzte, ein Bäcker aus Maishofen im Pinzgau, der in einer fünfköpfigen Gruppe unterwegs gewesen war, wurde schließlich am Nachmittag im UKH Salzburg operiert. Laut Oberarzt Micha Kucharczyk gehe es dem Patienten den Umständen entsprechend gut. "Insgesamt sind vier Finger betroffen", sagte der Arzt. Der Zeige- und Mittelfinger seien rückgekürzt worden, das bedeute, dass jeweils ein kleiner Teil erhalten geblieben ist. Beim Daumen- und Ringfinger bestehe noch die Chance, dass sie erhalten bleiben.

Auch zum Knallkörper wusste man am Nachmittag mehr. "Es sieht aus wie ein selbst gebastelter, pyrotechnischer Gegenstand, ähnlich wie eine Minihandgranate", schilderte ein Wasserretter, der Teile des "Krachers" an der Unglücksstelle entdeckt hatte. Die Reste des Sprengkörpers werden nun von einem Sprengstoffexperten der Polizei untersucht. "Dann wissen wir, um was es sich genau gehandelt hat", sagte Rieder.

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