Do, 23. November 2017

In Kisten gepfercht

25.06.2011 09:27

Ausgesetzte Hundebabys warten noch auf Zuhause

Es ist die größte "Welpenflut", die das Tierheim Salzburg je gesehen hat. Vor ein paar Wochen wurde eine Mama mit ihren Babys einfach an der Glan ausgesetzt. Wenige Tage später wurden gewissenlose Schmuggler am Walserberg hochgenommen. Die "Krone" schaute bei den kleinen Fellknäueln vorbei.

"Es wurden zehn Welpen mit ihrer Mama ausgesetzt. Davon haben wir einen schon vergeben. Von den 24 geschmuggelten Welpen haben 22 überlebt", rechnet Gerda Ziesel vom Tierheim in Salzburg vor – die "Krone" hat berichtet (siehe Infobox). Selbst die äußerst routinierte Tierschützerin hat die kleinen Racker fest ins Herz geschlossen, will für sie bald ein Zuhause finden, "ein lebenslanges und schönes", wünscht sie sich.

"Struppi" ist der Star im Tierheim
Am Montag endet für den Hundenachwuchs in allen Farben und Formen die Quarantänezeit. "Pirat" zum Beispiel ist ein bisschen faul, zuckersüß und schneeweiß mit einem schwarzen Auge. Und "Struppi"? Die ist sowieso der Star im Tierheim, denn sie hat sechs Tage lang erbittert um ihr Leben gekämpft.

"Die Welpen waren sehr geschwächt, als sie beschlagnahmt wurden. Der Vorstand hat sofort reagiert und einen Nachtdienst genehmigt. Wochenlang haben wir uns rund um die Uhr um die Kleinen gekümmert, sie mit der Flasche hochgepäppelt und medizinisch versorgt. Dass Struppi überlebt hat, ist wie ein Wunder für uns", sagt Gerda Ziesel. Die Freude beim ganzen Team ist riesig, dass die 31 Fellknäuel jetzt pumperlgesund sind.

Ministerium wollte Welpen nach Kroatien schicken
Salzburgs Familien sind herzlich eingeladen, sie zu besuchen, zu knuddeln und ihnen ein Zuhause zu schenken. Unter den fleißigen Pflegerinnen gibt es ein neues Spiel: "Wie groß wird der wohl?", ist die Frage des Tages. Die wäre fast überflüssig geworden, denn das Ministerium in Wien hätte die geschmuggelten Welpen fast wieder nach Kroatien zurück geschickt. Dort wäre ihnen der Tod sicher gewesen. Das hat Landesrat Sepp Eisl verhindert. "Kommt überhaupt nicht infrage", so die Worte des Naturschutzreferenten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden