Do, 23. November 2017

Trotz 196 Unfällen

18.06.2011 19:22

Poller werden 1 Jahr alt - Schaden froh über Installierung

Mit einem lauten Piepsen und roten Warnlichtern fahren sie hoch – 36 Poller schützen seit knapp einem Jahr an 14 Zufahrten in der Salzburger Altstadt die Fußgängerzonen vor den täglichen Blechlawinen. Anrainer und Kaufleute freuen sich über die Ruhe.

"Ich bin froh, dass wir es gemacht haben", zog Bürgermeister Heinz Schaden nun nach einem Jahr eine positive Bilanz, "die Leute sind erleichtert, dass wir das Projekt umgesetzt haben und dass die Autofahrer jetzt zum Beispiel nicht mehr auf dem Alten Markt parken und dann gemütlich auf einen Kaffee gehen." Seit dem 21. Juni 2010 fahren täglich um 11 Uhr, also nach dem Ablauf der Ladezeit, die Sperren hoch. Raus kommt man danach nur noch mit einer Fernbedienung.

"Wer nicht hören will, muss fühlen"
Einige Autofahrer haben seitdem versucht, sich aus der Altstadt zu schummeln indem sie jenen Fahrzeugen, die eine Genehmigung haben, einfach nachfuhren. Die Folge: Sie wurden vom Poller aufgespießt. Bei rund 900.000 Durchfahrten im vergangenen Jahr wurden 196 Unfälle verzeichnet. Mitleid vom Bürgermeister gibt es nicht: "Wer nicht hören will, muss fühlen." Während es zu Beginn fast täglich krachte, ließen die Unfälle in den vergangenen Monaten stetig nach.

Können Kameras letzte Unfallpunkte entschärfen?
Dennoch wird in Sachen Sicherheit weiter aufgerüstet: "Die Datenschutzkommission hat jetzt grünes Licht für die Kameras gegeben", verriet der Stadtchef. Sie sollen am Michaelitor und in der Kaigasse installiert werden, wo es hie und da noch zu Blechschäden kommt. "Wir werden uns bis Ende Juni noch einmal alles genau ansehen und dann entscheiden, ob wir die Kameras auch wirklich brauchen", sagte Christian Morgner, der "Poller-Beauftrage" des Magistrats. Erst vor Kurzem wurden zudem neue Schilder aufgestellt, die auf die Poller-Gefahr hinweisen.

Auch ein Ausbau der Altstadt-Sperren ist übrigens möglich: "Eine Schwachstelle sehe ich in der Bergstraße. Dort gibt es sehr viele Zufahrten zur Linzergasse, die illegal sind", gibt Schaden zu Bedenken.

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