Do, 18. Jänner 2018

Ungeplante Seereise

02.05.2011 14:59

Betrunkene nach elf Stunden auf hoher See gerettet

Eigentlich sollte es nur eine kleine Bootstour werden, zu der die drei Engländer am Samstagabend aufbrechen wollten. Doch erst elf Stunden später wurden sie von der britischen Küstenwache im Ärmelkanal gerettet – lediglich mit T-Shirts und Shorts bekleidet. Die "Bordausrüstung" der drei jungen Männer bestand aus einem Paddel und einer Flasche Wein. Ein Vogelbeobachter hatte das angetrunkene Trio an der Küste erspäht.

Die Rettungskräfte empfingen die drei Briten Sonntagmorgen mit einem freudigen "Bonjour", berichtete die britische "Daily Mail" – immerhin glaubten sie, dass sie nach ihrer elfstündigen Bootstour bereits die französische Küste erreicht hatten. Gestartet waren die Männer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren in Worthing, West Sussex.

"Diese drei Herren hatten extremes Glück, dass sie von einem aufmerksamen Bürger gesehen wurden", meinte der Geschäftsführer der Küstenwache von Littlehampton in Südengland, dessen Männer die drei Leichtmatrosen aus dem Wasser gefischt hatten. "Glückspilze sind sie außerdem, weil sie die Nacht ohne Schutz und ohne Schwimmweste überlebt haben. Schon eine kleine Welle hätte genügt, um das Schlauchboot zum Kentern zu bringen."

Vor allem die Utensilien an Bord des Schlauchboots sprechen nicht für einen geplanten Bootstrip. Nur ein Paddel, dafür aber eine Flasche Wein als "Proviant" hatten sich die jungen Männer mitgenommen, als sie laut "Daily Mail" am Samstag gegen neun Uhr abends schon angetrunken in See stachen.

Dank des Notrufs des Vogelbeobachters konnte das chaotische Trio jedoch wohlbehalten, wenn auch etwas beschämt festen Boden betreten. Nach einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus sind die Schiffsbrüchigen auch wieder gesund zu Hause angelangt – auf dem Landweg, wohlgemerkt.

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