So, 22. Oktober 2017

Duo verurteilt

22.04.2011 19:24

Einbrecher blieben im Tiefschnee stecken – Haft

Im Tiefschnee hat Ende Jänner die monatelange Einbruchsserie zweier junger Männer in Wals geendet. Auf der Heimfahrt von ihrem letzten Coup blieben sie stecken. Beim Versuch, den Pkw mit einem gestohlenen Traktor aus dem Schnee zu ziehen, kam zufällig eine Zivilstreife vorbei. Am Freitag stand das Duo vor Gericht. Und wurde verurteilt.

Seit dem Spätsommer 2010 waren der 19- und der 20-Jährige auf Beutetour. "Ich wollte gar nicht mitmachen", erzählte der Ältere vor Richter Peter Hattinger. "Aber dann hab ich mich überreden lassen, bin Schmiere gestanden und habe beim Verladen der Beute geholfen." Die war immerhin 66.000 Euro wert.

Das Duo schlug bei Speditionen zu, stahl dort lieferfertig abgepackte Kartons mit Alkoholika und Erfrischungsgetränken. Und in der Zeit vor dem Jahreswechsel stahlen die beiden aus Supermärkten und bei einer Pyrotechnik-Firma ganze Ladungen von Silvesterraketen und Böllern. Nebenbei plünderten sie Zigarettenautomaten.

20 und 24 Monate Haft ausgefasst
Ende Jänner kam dann eine Zivilstreife dazwischen, als das Auto der Langfinger im Tiefschnee stecken geblieben war und gerade wieder flott gemacht werden sollte. Im Pkw fand die Polizei Einbruchsbeute, Werkzeug und gestohlene Kennzeichen.

Beim Prozess waren die Angeklagten zu den 29 von Staatsanwalt Robert Holzleitner aufgelisteten Einbrüchen geständig. Die rechtskräftigen Urteile: 20 Monate Haft (1 unbedingt) für den Seekirchner (Verteidiger Reinhold Glaser), 24 Monate (4 unbedingt) für den dreifach vorbestraften Salzburger (Anwalt Franz Essl).

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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