Mo, 20. November 2017

Neuer Prozess droht

25.03.2011 15:08

ÖOC-General: „Roth erhält keinen Cent“ für Olympia 2014

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel hat die Aufforderung von Strategieberater Erwin Roth, das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) möge seine offene Honorarforderung von knapp 336.000 Euro bezahlen, am Freitag entschieden zurückgewiesen. "Das ist juristisch so, wie wenn ein Mathematiker behauptet, zwei und zwei sind fünf. Aber vielleicht haben manche Lobbyisten ein nicht logisch nachvollziehbares Verhältnis zu Zahlen. Roth erhält vom ÖOC keinen Cent", betonte Mennel.

Das gegen den früheren ÖOC-Präsidenten Leo Wallner gerichtete Schadenersatzbegehren Roths in Höhe von 335.970 Euro aus angeblich nach wie vor offenen Beraterhonoraren für die Salzburger Olympia-Bewerbung 2014 ist von einem Wiener Gericht abgewiesen worden. Richterin Gabriele Kluger machte jedoch in ihrer Begründung im am Montag zugestellten Urteil deutlich, dass Wallner das ÖOC "wirksam und durchsetzbar" für die offenen Schulden "verpflichtet" habe. Roth fordert nun seine Honorare vom ÖOC ein.

Mennel: Vertrag mit dem ÖOC existiert nicht
Etwaigen Klagen Roths steht das ÖOC gelassen gegenüber, ließ Mennel allerdings wissen. Roth hätte mit seinem Förderverein für ein Konzept für die Olympia-2014-Bewerbung der Stadt Salzburg 90.000 Euro im Monat bekommen sollen. Ein Vertrag mit dem ÖOC existiert dafür jedoch nicht, stellte Mennel klar.

ÖOC-Anwalt: Auffassung entbehrt jeder Rechtsgrundlage
Auch ÖOC-Rechtsanwalt Herbert Hübel erklärte, dass er aus dem Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien keine Rechtsfolgen ableiten könne, die das ÖOC zur Zahlung der Forderung Roths verpflichten. "Ich habe dem Anwalt von Herrn Roth bereits dargelegt, dass die Auffassung seines Mandanten jeder Rechtsgrundlage entbehrt", so Hübel.

Damit wird wohl ein weiterer Prozess folgen. Denn Roths Anwalt Peter Melicharek kündigte bereits an, dass umgehend der Klagsweg beschritten werde, sollte das ÖOC keine Kooperationsbereitschaft zeigen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden