Sa, 18. November 2017

„Kein Rassist“

06.03.2011 09:50

Modeschöpfer Gaultier nimmt Galliano in Schutz

Der französische Modeschöpfer Jean-Paul Gaultier hat seinen britischen Kollegen John Galliano gegen Vorwürfe in Schutz genommen, er habe sich judenfeindlich geäußert. "Alles, was er gemacht hat, zeigt nicht jemanden, der ein Rassist ist, sondern genau das Gegenteil", sagte Gaultier am Samstag hinter den Kulissen seiner Pret-a-Porter-Schau in Paris. Der Skandal um Galliano wegen mutmaßlicher antisemitischer Pöbeleien sei "traurig, weil er ein enormes Talent ist".

Galliano war im Pariser Szeneviertel Marais mehrfach durch antisemitische Pöbeleien aufgefallen. In einem Video war er außerdem in angetrunkenem Zustand mit der Äußerung "Ich liebe Hitler" zu sehen.

Der 50-Jährige, der sich deshalb vor Gericht verantworten muss, entschuldigte sich mittlerweile für sein Verhalten. Er versicherte aber, er habe nichts Rassistisches gesagt. Das Modehaus Dior, dessen Stil Galliano 15 Jahre lang vorgegeben hatte, entließ den Briten im Zuge des Skandals.

Gaultier sagte zu dem Video, Aufnahmen könnten so manipuliert werden, dass Menschen darin Dinge sagten, die sie in Wirklichkeit gar nicht gesagt hätten. "Er hat ein paar Wörter ausgesprochen, aber in welchem Kontext", gab Gaultier zu bedenken.

Die Person, die in dem Video mit Galliano gesprochen habe, habe "sehr sicher gewirkt", als wenn sie "sehr gut weiß, was sie tut". Gaultier sprach die Hoffnung aus, dass sein Kollege "einen inneren Frieden" finde und in die Modebranche zurückkehre.

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