Mo, 20. November 2017

Nach Nussdorf-Mord

18.02.2011 17:24

Toter in Audi Q5 ist laut Obduktion der Tatverdächtige

Nach dem Mord an einer 41-jährigen Frau in Nußdorf am Haunsberg (Flachgau) vom vergangenen Samstag steht seit Freitag eindeutig fest: Bei dem toten Wagenlenker, der am Donnerstag in Tatortnähe aus der Salzach geborgen wurde, handelt es sich um den tatverdächtigen 48-jährigen Ehemann des Opfers. Das ergab die gerichtsmedizinische Obduktion, wie Oberst Josef Holzberger vom Landeskriminalamt erläuterte.

Der Bosnier, der seine Frau bei einem Streit im Schlafzimmer mit einer Eisenstange erschlagen haben soll, ist in seinem Audi Q5 ertrunken. Auch das ist laut Obduktion fix. "Wir nehmen an, dass er bald nach der Tat mit dem Auto in die Salzach gefahren ist", sagte Holzberger.

Die Polizei wartet noch den Abgleich von biologischen Spuren auf der Eisenstange ab. "Auf der Tatwaffe müssten die DNA-Spuren des Ehemannes und seiner Frau zu finden sein", sagte der Kriminalpolizist. Nach Abschluss der DNA-Untersuchung soll der letzte Zweifel an der Täterschaft des Bosniers beseitigt sein. Danach ergeht ein Bericht an die Staatsanwaltschaft.

Nach Bluttat in Salzach gerast?
Die Ermittler vermuten eine Beziehungstat, weil sich die Ehefrau offenbar trennen wollte. Zeugen beobachteten, wie der Bosnier nach dem mutmaßlichen Tatzeitpunkt im Nußdorfer Ortsteil Pabing in seinen Audi stieg und mit Vollgas davonbrauste. Er dürfte dann einige Hundert Meter weiter in selbstmörderischer Absicht mit dem Auto in die Salzach gerast sein. Die beiden hinterbliebenen Söhne wurden in die Obhut von Verwandten übergeben.

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