Mi, 17. Jänner 2018

Verschluckt

24.01.2011 14:34

Handy klingelt aus ukrainischem Krokodil-Bauch

Der Vergleich zum Krokodil in "Peter Pan" ist bei dieser Geschichte wirklich naheliegend. Im Gegensatz zum Pendant aus dem Disney-Film verschluckte Krokodil "Gena" aus einem ukrainischen Aquarium aber keinen Wecker, sondern das Handy einer Besucherin. Nun liegt das Mobiltelefon Gena im wahrsten Sinn des Wortes im Magen – und das nicht nur wegen des Klingeltons.

Da staunten die Mitarbeiter des Aquariums in Dnjepropetrowsk nicht schlecht, als die Besucherin Rimma Golowko im Dezember behauptete, ein Krokodil habe ihr Handy verschluckt. Zuerst glaubten sie an einen schlechten Scherz, "doch dann klingelte das Telefon und der Ton kam aus dem Bauch von unserem Gena", kann es Mitarbeiterin Alexandra immer noch nicht fassen.

Dabei wollte Golowko doch mit ihrem Mobiltelefon nur ein Foto von Gena schießen. Dazu streckte sie sich und hielt die Hand so weit als möglich über das Bassin, um das weit aufgesperrte Maul des Krokodils auf einem Schnappschuss zu verewigen. Doch dann passierte das Missgeschick, das Handy rutschte der jungen Frau aus der Hand und plumpste ins Wasser. Ein Happs - und schon hatte das 14-jährige Krokodil das Telefon verschluckt.

Appetitloses Krokodil
Doch die ungewollte Abwechslung auf dem Speiseplan bekommt Gena gar nicht. Seit vier Wochen frisst er nicht, hatte keinen Stuhlgang und scheint Schmerzen zu haben. "Dem Tier geht es nicht gut", berichtet auch Alexandra, "sein Verhalten hat sich geändert, er bewegt sich kaum und schwimmt viel weniger als sonst." Mit besonderen Leckerbissen versuchen die Ärzte des Aquariums nun, Genas Appetit wieder anzuregen – ohne Erfolg. Auch die lebenden Wachteln, die mit Vitaminen und Abführmitteln gespritzt wurden und die Gena anstatt des üblichen Rind- und Schweinefleischs vorgesetzt bekam, fanden beim Krokodil keinen Anklang.

Operation als letzter Ausweg
Verweigert Krokodil Gena auch weiterhin die Nahrung, so müsse er diese Woche zum Röntgen, erklärte Chef-Tierarzt Oleksandr Schuschlenko. Eine operative Entfernung des Handys sei für ihn allerdings der letzte Ausweg, da Schnitte und Stiche bei Reptilien erst nach drei Wochen richtig verheilen würden. Außerdem wäre eine Operation nicht nur für das Tier, sondern auch für die Menschen nicht ungefährlich. "Alles hängt davon ab, wo der Fremdkörper lokalisiert wird", gibt Schuschlenko zu bedenken. "Wir haben nicht viel Erfahrung mit der Arbeit an so großen Tieren."

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden