So, 19. November 2017

Causa Olympia 2014

10.12.2010 19:44

Landtag berät die Konsequenzen des Ausschusses

Jetzt wird es noch ein letztes Mal spannend um Salzburgs gescheiterte Olympia-Bewerbung 2014. Am Mittwoch berät der Landtag über die Konsequenzen aus dem Sonderausschuss, der die Kandidatur überprüfte. Dann steht fest, welche Konsequenzen es gibt und wer die politische Verantwortung fürs Olympia-Debakel trägt.

Für die grüne Vorsitzende Astrid Rössler ist der Fall klar: "Die Öffentlichkeit wurde systematisch getäuscht." Weil die Kosten der Bewerbung um mehr als zwei Millionen Euro höher waren (Geld lief über den Förderverein in Wien), weil die Kontrolle nicht funktionierte und weil die Verwendung der öffentlichen Gelder (Steuermittel und Zuschüsse öffentlicher Betriebe) nicht transparent war. "Der Aufsichtsrat gab die Kontrollfunktion auf und riskierte so, dass Gelder zweckwidrig verwendet wurden – bis hin zur möglichen Anfütterung, Bestechung oder kriminellen Selbstbedienung", bekrittelt Rössler.

Harte Kritik kommt von FP und VP
Harte Kritik gibt's auch von der FP – und der VP: Ihre Abgeordneten Brigitte Pallauf und Florian Kreibich, beide Juristen, beklagen Mängel in der Kontrolle – auch beim Förderverein, der Unsummen für dubiose Berater und Experten zahlte, von denen in Salzburg niemand wusste. "Für die Zukunft" darf es weder zwei Rechnungskreise beim Budget geben noch solche Fördervereine, sagen sie.

Der Ausschuss forderte ja Konsequenzen und will ein 300.000-Euro-Darlehen um jeden Preis zurückholen, das der Verein bekam. Ob der Beschluss hält, ist unklar: Er "passierte", weil der SP ein Mandatar fehlte – jetzt ist sie wieder komplett.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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