Mi, 22. November 2017

Protest in Wien

16.11.2010 08:57

Gas-Gegner wollen Gesetz ändern lassen

Drei Jahre dauert ihr Protest schon und er ist ungebrochen: Tauerngas-Gegner aus drei Bundesländern machen sich am Dienstag auf den Weg nach Wien. Sie wollen das Gaswirtschaftsgesetz ändern lassen. Die Kritik: „Private Firmen entscheiden derzeit selbst über öffentliches Interesse.“

„Die Gaswirtschaft verfolgt in ganz Österreich Ausbaupläne“, wettert Salzburgs Initiativen-Sprecherin Sirikit Reuchlin gegen den Trend. In Niederösterreich steht Landwirt Erwin Haider vor einer Enteignung durch die EVN (Leitung „Südschiene“) und brachte bereits beim Verfassungsgerichtshof eine Beschwerde ein. „Wir haben uns zusammengeschlossen und unterstützen ihn“, bleiben die Salzburger Gegner kämpferisch.

Und eines stößt ihnen besonders sauer auf: „Die Gaswirtschaft kann nach bestehender Gesetzeslage selbst entscheiden, ob öffentliches Interesse besteht oder nicht“, erklärt Reuchlin. Am Dienstag wollen die Gasgegner aus Salzburg, Kärnten und Niederösterreich bei den Nationalratsabgeordneten Christiane Brunner (Grüne), Norbert Hofer (FPÖ) und Rainer Widmann (BZÖ) vorsprechen. Reuchlin: „Mit dem Gesetz verzögert sich die Energiewende und unsere Abhängigkeit von Gasnationen wie Russland steigt.“

Aktueller Stand bei der Tauerngasleitung: Derzeit wird alles für die UVP-Prüfung vorbereitet. Auf „Krone“-Anfrage heißt es: „Wir reichen bis spätestens Frühjahr 2011 ein.“

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden