Mi, 13. Dezember 2017

Mit Keimen verseucht

31.08.2010 09:32

Trinkwasser in Attnang-Puchheim derzeit ungenießbar

Das aus gemeindeeigenen Brunnen stammende Trinkwasser in der fast 9.000 Einwohner zählenden Stadt Attnang-Puchheim in Oberösterreich ist mit coliformen Keimen verseucht und derzeit ungenießbar. Ihr Trinkwasser bezieht die Gemeinde seitdem vom Wasserleitungsverband Vöckla-Ager, genaue Untersuchungen laufen. Erst Anfang August wurden in Oberösterreich in Hargelsberg Keime im Trinkwasser festgestellt.

Die Verunreinigung sei bereits seit Donnerstag bekannt, hieß es am Montag in einer Mitteilung der Stadt. In einer Probe des Trinkwassers waren coliforme Keime in einer Konzentration von neun bis elf pro 100 Milliliter entdeckt worden. Ab einer Konzentration von mehr als vier pro 100 Milliliter gelte Wasser in Österreich nicht mehr als "genusstauglich". Dabei handelt es sich um eine Verschmutzung, die meist fäkalen Ursprungs ist.

In nur eineinhalb Stunden sei die Versorgung umgestellt worden. "Binnen kürzester Zeit haben wir den Zulauf aus unseren Brunnen abgeschaltet und nahtlos eine Versorgung durch den Verband sichergestellt", erklärte Peter Groiß, Bürgermeister von Attnang-Puchheim. Es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Trotzdem empfiehlt die Lebensmittelbehörde gemäß den gesetzlichen Vorgaben, das Wasser abzukochen, bis weitere Kontrollproben vorliegen.

Erst in zwei Monaten wieder eigenes Wasser
Nun soll so rasch wie möglich die Ursache geklärt werden. "Ich werde die Bewohner laufend informieren. Voraussichtlich können wir erst wieder in zwei bis drei Monaten das Trinkwasser aus den eigenen Brunnen beziehen", sagt Groiß auf Anfrage der "Krone".

Auch für die Zukunft wurde in der Gemeinde bereits vorgesorgt: Noch am Donnerstag haben politische Vertreter in einem einberufenen Krisengespräch die Anschaffung einer UV-Anlage beschlossen, die auf biologischem Weg eine 100-prozentige Keimfreiheit des Trinkwassers gewährleisten sollen. Der Bürgermeister versicherte, trotz des enormen Schadens und der Installation der UV-Anlagen sei eine Wasserpreiserhöhung auszuschließen.

"OÖ Krone" und ooe.krone.at

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