Mi, 13. Dezember 2017

175.000 Euro

30.08.2010 13:30

Nach 19 Jahren endlich Finderlohn für "Ötzi"-Entdecker

Gut Ding braucht Weile: Nach knapp 19 Jahren hat der Rechtsstreit um den Finderlohn der Gletschermumie "Ötzi" am Montag in Bozen seinen endgültigen Abschluss gefunden. Der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder überreichte dem Rechtsanwalt der Nürnberger Familie Simon, Georg Rudolph, einen symbolischen Scheck über 175.000 Euro. Auf diese Summe hatten sich beide Parteien im Juni geeinigt.

"Es ist ein langer und steiniger Weg, der heute zu Ende geht, und jetzt ist alles erledigt und wunderbar", betonte Rudolph im Palais Widmann in Bozen nach der Scheck-Übergabe. Für Durnwalder kehrt damit "endlich Ruhe rund um den Fund des 'Ötzi' ein".

Erika Simon und ihr inzwischen verstorbener Mann Helmut, der im Oktober 2004 im Alter von 67 Jahren bei einer Bergwanderung in den Salzburger Alpen in der Nähe von Hofgastein ums Leben gekommen war, hatten "Ötzi" im September 1991 beim Wandern entdeckt.

Südtirol wollte nur 50.000 Euro zahlen
Ursprünglich wollte Südtirol den Nürnberger Urlaubern nur 50.000 Euro für den Sensationsfund zahlen. Auch zwei langjährige Prozesse brachten kein Ergebnis. Vor einem Jahr hatte die Südtiroler Landesregierung den Simons 150.000 Euro in Aussicht gestellt, doch auch diese Einigung platzte.

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