Do, 14. Dezember 2017

Hilfe für Viele

27.08.2010 10:59

Schutzimpfung gegen Hepatitis E entwickelt

Zwei Drittel der Weltbevölkerung tragen das gefährliche Virus Hepatitis E (HEV) bereits in sich. Betroffen sind zwar vor allem Entwicklungsländer, doch um die weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde jetzt eine Schutzimpfung entwickelt.

Besonders nach großen Überschwemmungen in Entwicklungsländern steigt die Zahl der Infektionen mit Hepatits E stark an. Das Virus kann sich im weiteren Verlauf der Krankheit zu Leberzirrose entwickeln und sogar zum Tod führen. Es ist die zweithäufigste Form von Hepatitis in Asien und Afrika. Allerdings steigt die Zahl der Neuinfektionen auch in den westlichen Industrieländern in den letzten Jahren an. Allerdings ist sie hier immer noch als Erkrankung nach Reisen ein seltener Fall.

Übertragung durch verschmutzes Wasser
Besonders nach der Monsun-Zeit in Asien infizieren sich viele Menschen mit dem Virus. Bei Überschwemmungen, wie etwa in Pakistan nehmen die Menschen das Virus über das verschmutze Wasser auf. Auch Tiere können das Virus in sich tragen. Bei Flutkatastrophen kann sich Hepatitis E zu einer Empidemie entwickeln.

Gefährdet sind, wie bei fast allen Virus-Erkrankungen, besonders ältere Menschen und Kinder, sowie chronisch Kranke. Auch für schwangere Frauen kann das Virus gefährlich sein. Bei einer Infektion während der Schwangerschaft liegt die Sterblichkeit bei 25 Prozent.

Neuer Impfstoff kurz vor Zulassung
Die chinesische Universität Xiamen hat den neuen Impfstoff bereits an 11.000 Probanden getestet, im Alter von 16 bis 65 Jahren. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt ein Scheinpräperat, die andere den Impfstoff HEV239, innerhalb von sechs Monaten drei Mal. Im folgenden Jahr kam es bei der Placebo-Gruppe zu 15 Infektionen, bei den Geimpften zu keiner Einzigen. Mit diesem Erfolg steht die Impfung kurz vor ihrer Zulassung.

Auch für Reisende, die sich in Gebiete begeben, wo Hepatitis E verbreitet ist, sei die Impfung sinnvoll, berichtet die Zeitschrift "The Lancet".

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