Mi, 13. Dezember 2017

Aufstand in Salzburg

15.08.2010 10:37

Kaufleute halten Innenstadt-Läden nun länger offen

In anderen Städten ist es gang und gäbe: Zu touristischen Spitzenzeiten bleiben die Geschäfte länger offen. Nur in Salzburg gehen nach Meinung vieler Kaufleute die Rollbalken viel zu früh nach unten. Jetzt wehren sich Betroffene gegen die "kundenunfreundlichen Ladenschlusszeiten" und bleiben sogar bis 21 Uhr im Geschäft.

Es begann damit, dass Alfred Friese (im Bild) vom Juwelier-Geschäft "Kalteis" am Salzburger Universitätsplatz frustriert war: "Ich hatte, offen gesagt, in der letzten Zeit einfach den Eindruck, dass unsere Altstadt schläft."

Gäste wollen länger einkaufen
Anders ausgedrückt: "Die Öffnungszeiten sind nicht dem Kundenwunsch angepasst. Denn vor allem unsere Festspielgäste gehen ein wenig später durch die Stadt flanieren, finden sich dann aber leider vor verschlossenen Türen wieder." Also setzte sich der Juwelier mit rund 15 weiteren Geschäftsleuten, darunter seinem Juwelier-Kollegen Lährm oder dem Zotter-Shop am Herbert-von-Karajan-Platz zusammen und beschloss: "Es sind jetzt noch zwei Festspielwochen, die müssen wir nützen." Daher bleiben nun die Läden am und rund um den Universitätsplatz länger besetzt.

Auch Sonntag soll "fallen"
Alfred Friese: "Es beginnt am kommenden Montag. Wochentags ist auf jeden Fall bis 20 Uhr geöffnet. Optional sogar bis 21 Uhr." Und am Samstag wird nicht vor 18 Uhr dichtgemacht. "Wir haben sogar den Sonntag im Auge", heißt es aus der Innenstadt. Freilich weiß man um die Gesetzeslage, aber "wenn es sich bewährt, halten wir die Geschäfte auch vor Weihnachten oder zu den Osterfestspielen länger offen", so Friese. "Schauen wir einmal, wie es sich bewährt."

von Harald Brodnig, Kronen Zeitung

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