Fr, 15. Dezember 2017

Grausames Treiben

07.04.2010 09:32

Aufregung um Hundekämpfe in Salzburger Garage

Die Salzburger Tierrettung schlägt Alarm: In einer Tiefgarage in der Sterneckstraße und im Lehener Park sollen seit Kurzem illegale Hundekämpfe stattfinden. Die Zuschauer schließen Wetten auf ihren Favoriten ab. Mehrere Hundert Euro kann man dabei gewinnen.

Auf dieses abscheuliche Treiben aufmerksam wurden die Helfer durch einen konkreten Fall. Der Vierbeiner wies zahlreiche Bissverletzungen am ganzen Körper auf. "Es gibt eine einschlägige Szene in Salzburg. Die Hunde werden scharf gemacht und aufeinander gehetzt. Wir wissen von mehreren Vorfällen im Lehener Park. Und auch in einer Tiefgarage in der Sterneckstraße werden solche Kämpfe ausgetragen. Wir waren vor Kurzem dort und fanden Blut- und Schleifspuren. Für mich ist das eindeutig", erklärt Manfred Ehgartner von der Salzburger Tierrettung.

Bisswunden am ganzen Körper
Ehgartner und seine Helfer haben erst vor Kurzem eine Hundedame betreut, die an derartigen Kämpfen teilnehmen musste. "Edina", eine American-Stafford-Hündin, wies zahlreiche Bissverletzungen unterschiedlichen Alters auf. Am ganzen Körper hatte sie Wunden. Die Besitzerin erklärte, ihr Hund sei im Park gebissen worden.

Ehgartner glaubt das nicht und überzeugte sie davon, "Edina" abzugeben. "Wir haben den Vierbeiner untersuchen lassen. Das Attest spricht klare Worte. Trotzdem wurde der Hund jetzt von der Behörde wieder an die 17-Jährige zurückgegeben", ärgert sich Ehgartner. Er fühlt sich im Kampf gegen diese brutale Wettmafia alleine gelassen.

Ohne Zeugen keine Ermittlungen
Beim Amt für öffentliche Ordnung weiß man von den Gerüchten um illegale Kämpfe, aber: "Wir sind jedem Hinweis nachgegangen. Es gibt keinen konkreten Beweis, dass solche Kämpfe tatsächlich stattfinden. Die Tierrettung soll uns Zeugen nennen, dann können wir ermitteln", sagt Amtsleiter Michael Haybäck. "Ich will natürlich auch nichts ausschließen. Sollte es das in Salzburg geben, werden wir mit drastischen Strafen reagieren. Das ist brutalster Missbrauch und Quälerei."

Kronen Zeitung

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