Di, 17. Oktober 2017

Jetzt wird saniert

23.02.2010 09:40

Historische Fliesen-Gemälde am Bahnhof freigelegt

Während am Gelände des Salzburger Hauptbahnhofes die großen Bagger auffahren, braucht es in der historischen Schalterhalle Fingerspitzengefühl: Zehn Fliesen-Gemälde werden von Restauratoren aufwändig saniert.

Auf Luxus müssen die Zuggäste am Salzburger Hauptbahnhof derzeit verzichten: Der gesamte Schienenverkehr wird über drei Bahnsteige geführt, Bagger und schweres Baugerät zerlegen das gut 100 Jahre alte Gebäude komplett. Nur die historische Schalterhalle steht noch – und bleibt auch. "Die alten Gemäuer werden saniert, ein geschichtliches Element im modernen Neubau", erklärt Projektleiter Thomas Wörndl.

Historische Gemäuer, die historische Schätze bergen: Im Zuge des Umbaus sind an den Wänden der Eingangshalle nämlich zehn alte Jugendstilgemälde aufgetaucht. Aufwändige Fliesenbilder von bekannten Künstlern aus dem Jahre 1909, die bisher hinter der Vertäfelung versteckt waren.

"Beeindruckende Werke"
Die Motive zeigen allesamt traumhafte Bilder aus dem Salzburgerland: Vom Bad Gasteiner Wasserfall bis zum Zeller See mit Kitzsteinhorn oder den Großglockner. Bei einigen Kunstwerken fehlen ein paar Teile, das Kachel-Bildnis der Festung Hohensalzburg ist überhaupt nicht mehr da.

"Wir können alle fehlenden Teile rekonstruieren", haben sich die beiden Restauratoren Heike und Christoph Tinzl (Bild) der alten Gemälde angenommen. "Alle Fliesenbilder sind gut erhalten und beeindruckende Werke, deren künstlerischer Wert durchaus hoch anzusetzen ist", sagt Tinzl, der schon bei der Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal, der Kollegienkirche oder dem Haus für Mozart in Salzburg mitgearbeitet hat.

Speziell abgesichert
Die alten Fliesen-Gemälde werden jetzt mit einer speziellen Abdeckung gesichert, damit sie bei den Umbauarbeiten nicht zerstört werden. Ab 2014 werden sie dann im neuen Glanz von den renovierten Wänden strahlen. Tinzl: "Technisch gesehen ist die Restaurierung der Bilder Routine. Beim Bahnhof mitwirken zu dürfen ist aber schon was Besonderes."

von Max Grill, Kronen Zeitung

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