Mo, 21. Mai 2018

„Linker Hassprediger“

26.04.2018 15:03

Kärntner FPÖ zeigt Literat Josef Winkler an

Die Kärntner FPÖ hat am Donnerstag eine Anzeige wegen Verhetzung gegen den Literaten Josef Winkler angekündigt. Winkler hatte am Dienstag beim 500-Jahr-Jubiläum der Schenkung Klagenfurts an die Landstände eine Festrede gehalten, in der er heftig gegen die Freiheitlichen ausgeteilt hatte. FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann sprach von einer „unqualifizierten und beleidigenden“ Rede.

Winkler hatte in seiner Rede unter anderem die Errichtung des Wörtherseestadions und die Verfehlungen um die Hypo gegeißelt und war schließlich bei der FPÖ und speziell beim verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider gelandet. Dabei wiederholte Winkler seine Forderung aus dem Jahr 2009, die Urne Haiders in eine Gefängniszelle zu verlegen, „denn es könnte ja sein, dass er wie ein Phönix aus seiner Asche steigt und wieder sein Unwesen treibt und als blaues Wunder verkauft, denn schon zu Lebzeiten hat er öfter gesagt: Ich bin weg! Ich bin wieder da!“

„Aufs linke Korn genommen“
Winkler hatte auch davon gesprochen, dass „die korrupten Politiker und Kapitalverbrecher“, die er in seiner Eröffnungsrede beim Bachmannpreis 2009 und auch später „aufs literarische Korn genommen“ habe, „inzwischen alle entweder hohe Geldstrafen oder eine Fußfessel bekommen“ hätten „oder im Gefängnis gelandet“ seien: „Und der eine oder andere wird demnächst wieder vor Gericht erscheinen müssen.“

Darmann: „Grenzen überschritten“
„Wir setzen das klare Signal, dass die Grenze des Erträglichen durch den linken Hassprediger überschritten ist“, sagte Darmann am Donnerstag. Der Dritte Landtagspräsident Josef Lobnig (FPÖ), der am Dienstag während Winklers Rede aus Protest den Saal verlassen hatte, meinte, Winkler habe „alle Grenzen des Anstandes“ überschritten: „Er kann sich auch nicht auf die künstlerische Freiheit berufen, denn die endet jedenfalls dort, wo die Menschlichkeit verletzt wird.“

Neben der Verhetzungs-Anzeige werde es auch Privatklagen von FPÖ-Funktionären geben, kündigte die FPÖ weiters an.

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