So, 19. November 2017

Wer zeigt Humor?

24.09.2009 09:59

Wirbel um Politiker als Flaschenköpfe

Eklat am Rupertikirtag: Die Weißbierbrauerei hat einen Aufkleber in Bierdeckelform mit vier Politikerköpfen darauf (Schnell, Padutsch, Preuner und Schaden) verteilt. Die Aufschrift dazu "Unsere Flaschenköpfe" stieß Heinz Schaden und Vize Preuner auf: "Eine Sauerei!"

"Es war als Gag und nicht als Beleidigung gedacht", so Peter Huber (im Bild in der Mitte) von der "Weißen": "Im Vorjahr haben wir ein ganz ähnliches Leiberl mit den Spitzen der Bundespolitik verteilt – weder der Willi Molterer, noch der jetzige Kanzler noch H.C. Strache haben sich damals daran gestoßen."

Ganz anders bei der Rupertikirtag-Eröffnung: Als sich Bürgermeister Heinz Schaden am Aufkleber als "Flaschenkopf" tituliert sah, lehnte der das angebotene Bier strikt ab: "Ich war völlig von den Socken. Ich war ja schließlich Stammgast."

Pickerl auf der Pinnwand
Was die "Weiße" als "eine originelle Form der Werbung" sieht, ist für Schaden freilich der "Gipfel der Geschmacklosigkeit". Gelassener sah es FP-Klubobmann Karl Schnell: "Ich weiß zwar nicht, wie ich zu der Ehre komme neben all den Stadtpolitikern. Aber es ist doch so: Wer in der Politik keinen Humor hat, ist ein armer Mensch. Da müsste er ja auch bei jedem Kabarett im Fernsehen abdrehen." Er hat sich das "Weiße"-Pickerl auf die Pinnwand ins Büro geklebt. Und bedauert nur eins: "Als Arzt, als Politiker und als Autofahrer kommst du viel zu selten dazu, ein Bier zu genießen."

Aufkleber sollten eingezogen werden
Auch das Altstadt-Marketing reagierte sauer auf den "Flaschenkopf"-Aufkleber. Mit der Order, ihn einzuziehen, wurde man am Stand der "Weißen" vorstellig. Peter Huber: "Leider! Da waren alle 300 Stück, die wir gedruckt hatten, schon weg." Heinz Schaden ortet Ex-VP-Gemeinderat und "Weiße"-Teilhaber Hans Gmachl hinter dem Streich: "Ich such’ mir einen neuen Wirt!"

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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