Fr, 15. Dezember 2017

Gefahr gebannt

09.09.2009 15:26

Hangrutschung bedroht große Teile von Niedernsill

Große Ortsteile von Niedernsill sind in den vergangenen Tagen von einer Hangrutschung bedroht gewesen. Besonders betroffen war der Ortsteil Mühlbachtal im Bereich des "Marterlgrabens", wo in der Nacht vom 3. auf den 4. September bereits ein Hang abgerutscht war. Deshalb ordnete die Bezirkshauptmannschaft (BH) Zell am See Sofortmaßnahmen an, die nun ihre Wirkung erzielt haben. Das Leben der dort ansässigen Bevölkerung ist somit nicht mehr gefährdet.

Zunächst war ein Abbruch um 0,8 Meter beobachtet worden, der am Montag bereits auf zwei Meter angewachsen war. Aufgrund der andauernden Bewegung des Erdreichs fand eine Begehung statt, die eine weit größere Rutschung als zunächst angenommen ergab. Der betroffene Bereich war schon auf 250 Meter Länge angewachsen.

Fläche nach Windwurf kahl
Die Gesamtfläche ist nach einem Windwurfes im Jahr 2004 kahl. Aus dem Felsgelände bergseits ist eine kleine Mure abgegangen, die einen Felsgraben "durchgeputzt" hat und einen kleinen Schwemmkegel abgelagert hat. In geologischer Hinsicht wurden weit mehr als 100.000 Kubikmeter Material in Bewegung gesetzt und waren dem Losbrechen am Samstag noch einige Tage in Bewegung.

Akute Gefahr gebannt
Die akute Gefahr wurde im Laufe des Mittwochs durch die eingeleiteten Maßnahmen der BH gebannt. Ein Losbrechen der Rutschung bis in den Mühlbach ist jetzt unwahrscheinlich.

Weiteres Eindringen von Wasser verhindert
Um die Gefahr wirksam zu bekämpfen hatte die BH folgende Maßnahmen angeordnet: Das von der Oberseite in die Rutschung zeitweise einfließende Wasser wurde am unteren Ende des Felsgrabens mit Schläuchen abgeleitet. Die obersten Risse wurden gegen Eindringen von Tagwässern verschlossen und die Bewegungen des Hanges wurden mit Messpunkten überwacht, um vorzeitig Alarm auslösen zu können.

Symbolbild

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