Fr, 19. Jänner 2018

Gefährlicher Schutt

19.05.2009 17:18

Hitzendorfer Deponie mit Asbest verseucht!

Die Schutt-Deponie (Bild) in Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung wirbelt wieder Staub auf - und diesmal ist es ein wilder Umweltskandal! Bei der Meldestelle für Umweltkriminalität liegt eine Anzeige mit brisantem Inhalt: Eine Baufirma habe verbotenerweise asbestverseuchten Schutt abgelagert. Die Anrainer leben in Angst...

Vier Jahre ist es her, dass Hitzendorf, ein sonst ruhiger, beschaulicher 3.500-Einwohner-Ort in der Umgebung von Graz, in die Schlagzeilen geriet. Damals liefen Anrainer gegen die geplante Bauschutt-Deponie Sturm, sie fürchteten um Lebensqualität und kritisierten "enorme Lärmbelästigung".

Brisante Funde auf der Deponie
Mittlerweile ist die Deponie realisiert, der Staub hat sich aber noch nicht gelegt. Ganz im Gegenteil. Jetzt fürchten die Anwohner um ihre Gesundheit. Grund dafür sind brisante Funde auf der Deponie.

Umweltschützer wurden aktiv
Umweltschützer haben Bruchstücke von schwarzen und roten Dachplatten, die auf riesigen Abfallbergen gelagert waren, eingesammelt und an die Eternit-Werke in Vöcklabruck geschickt - mit der Bitte, die Bruchstücke zu untersuchen, da der Verdacht auf Asbestverseuchung bestehe. Dazu muss man wissen, dass laut Bescheid des Landes nur "unbelasteter Bodenaushub und Bauschutt" deponiert werden darf.

Eindeutig gefährlicher Abfall
Das Ergebnis ließ den Anrainern die Haare zu Berge stehen: "Bei allen übergebenen Materialien handelt es sich um Asbestzement", steht im Gutachten zu lesen, "dieser fällt eindeutig unter gefährlichen Abfall".

Anzeige eingebracht
Seit Dienstag liegt eine Anzeige bei der Grazer Polizei, Meldestelle für Umweltkriminalität. Eingebracht hat sie der renommierte Anwalt Martin Piaty: "Es besteht der Verdacht auf umweltgefährdendes Lagern von Abfällen beziehungsweise umweltgefährdendes Betreiben der Deponie." Von Seiten des Betreibers (Firma Granit) heißt es, man sei sich keines rechtswidrigen Verhaltens bewusst.

von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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