Mo, 22. Jänner 2018

Bilder im Börserl

28.11.2008 13:37

Familienfotos sollen Polizisten zur Tugend mahnen

Bestechung hat in Mexiko eine lange Tradition und gilt auch heute immer noch nicht als etwas Verwerfliches. Aus diesem Grund hat der Bürgermeister der Stadt Aguascalientes im Nordwesten Mexikos seine Polizisten jetzt dazu verdonnert, Fotos ihrer Familien in der Geldtasche zu tragen. Die Bilder der Liebsten sollen die Ordnungshüter dazu ermahnen, den Pfad der Tugend nicht zu verlassen…

Ziel der ungewöhnlichen Aktion ist es, dafür zu sorgen, dass die 1.600 Polizeibeamten der Stadt sich bei Machtmissbrauch oder Korruption "schämen". "Jedes Mal, wenn er es (das Portemonnaie), Anm.) öffnet, wird er seine Frau und seine Kinder sehen und den Schaden, den er ihnen im Falle eines unkorrekten Verhaltens antun würde", sagte der Bürgermeister Gabriel Arellano bei einer Pressekonferenz.

Heuer schon 20 Polizisten entlassen
In Aguascalientes wurden seit Anfang dieses Jahres bereits 20 Polizisten wegen Korruption entlassen, gegen 67 weitere Beamte laufen Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Dienstvorschriften.

In Mexiko gibt es fast nichts, was man nicht mit Hilfe einer "Mordida", einem mehr oder weniger großen Geldbetrag, regeln könnte. Mit Bestechung kann man Vorgänge für eine Krankschreibung, Steuererklärung, Steuerzahlung oder bei Verkehrsdelikten und Drogenschmuggel beschleunigen, verhindern oder aber verlangsamen. Laut Gesetzeslage darf kein Beamter ein Geschenk annehmen, dessen Wert 200 Pesos (umgerechnet knapp zwölf Euro) übersteigt.

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