Di, 22. Mai 2018

Not am Mann in Graz

05.09.2008 18:09

Grazer Polizei braucht dringend "Hilfe"

Bei der Grazer Polizei herrscht Not am Mann: Schuld daran seien Karenzierungen und Dienstzuteilungen zu Spezialeinheiten, so die Gewerkschaft. ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl sieht auch andere Ursachen: Er kritisiert, dass viele Planstellen - aus Desinteresse - unbesetzt blieben und nimmt die Polizeispitze in die Verantwortung: "Sie muss ein Machtwort sprechen!"

"An der Basis fehlt Personal", sagt Georg Tkaletz, Vize-Boss der steirischen Polizei-Gewerkschaft. Der Grund: Viele Beamte seien etwa beim Einsatzkommando Cobra, bei Interpol oder anderen Spezialeinheiten im Einsatz und würden daher in ihren eigentlichen Dienststellen abgehen: "Es kann doch nicht sein, dass, obwohl die Planstellen besetzt sind, Not am Mann herrscht!" Hier sei Flexibilität gefragt, meint Tkaletz: "Sinnvoll wäre die Schaffung eines Personal-Pools, um diese Fehlstände zu kompensieren", so Tkaletz. Die Alternative: "Ende mit den Zuteilungen!"

Keiner will nach Graz...
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) - den die Stadt-FPÖ kürzlich als Grazer Polizei-Chef ins Gespräch brachte - sieht aber auch andere Ursachen für den Personalmangel: So gäbe es sogar freie Planposten, bei den Beamten fehle es jedoch an der Bereitschaft, in der Murmetropole Dienst zu versehen.

Nur Hälfte der neuen Stellen besetzt
Nagl hatte im vergangenen November mit dem damaligen ÖVP-Innenminister Platter vereinbart, in Graz 46 neue Planstellen zu schaffen - was auch passiert sei, so Nagl. Allerdings konnten bis dato nur etwa die Hälfte der Stellen besetzt werden. Das wolle er so nicht hinnehmen: "Die Polizeiführung muss hier Druck machen und ein Machtwort sprechen!"

von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
Symbolbild

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