Mo, 18. Dezember 2017

Bange um Existenz

17.07.2008 19:01

Gesetz erschwert die Zucht seltener Raubkatzen

Der Wildpark Altenfelden züchtet seit Jahren erfolgreich gefährdete Raubkatzen wie den Serval, den Puma oder den Ozelot. Ginge es aber nach dem Tierschutzgesetz, müsste der private Tierpark entweder seinen langjährigen Leiter durch einen „studierten“ Zoologen ersetzen oder seine Türen für immer schließen.
Dem größten privaten Wildpark Österreichs in Altenfelden stehen schwere Zeiten bevor. Eine Bestimmung im Tierschutzgesetz schreibt den Tierparks der Kategorie A vor, für ihre Leitung einen Veterinärmediziner, Biologen oder Zoologen mit Universitätsabschluss zu bestellen. Sonst wird die Nachzucht von einzelnen Raubkatzen per Strafe verboten. Dies würde für den Mühlviertler Wildpark den Ruin bedeuten: „Einen Vertragstierarzt können wir uns nicht leisten“, so Tierparkleiter Hermann Laher. „Außerdem steht in allen medizinischen Fragen ohnehin mein treuer Tierarzt Dr. Dobretsberger mir zur Seite.“


Wie es nun weitergehen soll, weiß selbst Laher nicht, der den Park schon seit 18 Jahren führt. „Wenn uns alles untersagt wird, bleibt nichts anderes übrig, als zuzusperren!“ Neben den vielen negativen Nachrichten gibt’s aus Altenfelden auch Erfreuliches zu berichten: Nachdem eine Känguru-Rabenmutter ihr Baby verstoßen hat, konnten es die fleißigen Tierparkangestellten wieder aufpäppeln.


Foto: Tierpark Altenfelden
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