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26.04.2026

Vital Leben in Kärnten

Ein vitales Leben entsteht im Miteinander

FH Kärnten-Professor Dr. Klaus Wettl über neue Wege zu mehr Gesundheit – und warum Vitalität weit über Klassiker wie Bewegung und Ernährung hinausgeht.

Foto: Thaut Images - stock.adobe.com

Was bedeutet es heute, gesund zu bleiben? Für Prof. Mag. Dr. Klaus Wettl, Studiengangsleiter für Gesundheits- und Pflegemanagement an der FH Kärnten, ist die Antwort klar:

Prof. Mag. Dr. Klaus Wettl, Studiengangsleiter an der FH Kärnten.
Prof. Mag. Dr. Klaus Wettl, Studiengangsleiter an der FH Kärnten.

„Eine vitale Lebensweise entsteht nicht mehr nur durch individuelles Verhalten, sondern im Zusammenspiel von Individuum, Gemeinschaft und System.“ 

Gesundheit beginnt nach wie vor bei Bewegung, Ernährung und Prävention. Doch der Zugang hat sich verändert. Es gehe nicht mehr um Appelle oder Verzicht, sondern darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die im Alltag funktionieren. „Gesundheit muss leicht sein – nicht disziplinierend“, betont der Experte.

Gesundheitsfaktor Umfeld

Entscheidend sei, dass Gesundheit nicht erst dann Thema wird, wenn Probleme auftreten. „Langfristige Vitalität entsteht nicht im Wartezimmer“, sagt Wettl. Vielmehr gehe es um Lebensräume, soziale Beziehungen und Strukturen, die gesundes Verhalten unterstützen.

Damit rückt auch das Umfeld stärker in den Fokus. Arbeit, Wohnen, Mobilität oder Bildung wirken sich direkt auf das Wohlbefinden aus. Diese Bereiche werden zunehmend zu Gesundheitsfaktoren.

Zudem sollen Gemeinden und Unternehmen eine aktivere Rolle übernehmen. Gesundheit wird so vermehrt zur gemeinsamen Aufgabe.

Bildung als Schlüssel

Gemeinsam gesund leben: Soziale Kontakte bilden die Basis für ein vitales Leben. Fotos: Yuri Arcurs peopleimages.com
Gemeinsam gesund leben: Soziale Kontakte bilden die Basis für ein vitales Leben. Fotos: Yuri Arcurs peopleimages.com

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bildung. Sie soll Menschen nicht nur auf den Beruf vorbereiten, sondern auch darauf, gesund, motiviert und leistungsfähig zu bleiben. Wettl spricht von einem ganzheitlichen Ansatz: „Vitales Leben entsteht dort, wo Bildung Menschen auf ein langes, gesundes und wirksames Leben vorbereitet.“ An der FH Kärnten wird dieser Zugang bereits umgesetzt. Gesundheitskompetenz, Resilienz und Selbstführung werden gezielt gefördert.

Am Ende geht es um ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Oder, wie es Wettl zusammenfasst: „Vital leben heißt, heute wirksam zu sein – und morgen gesund.“


Neue Wege in den Gesundheitsberufen

Die Anforderungen im Gesundheits- und Sozialbereich verändern sich spürbar. Neue Aufgabenfelder, steigende Komplexität und der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften eröffnen vielfältige Perspektiven. Die FH Kärnten reagiert darauf mit einem breiten Studienangebot – von Gesundheitsmanagement bis zu spezialisierten Bereichen wie Advanced Nursing Practice oder Diagnostic Imaging.

Ab Herbst 2026 kommen weitere Masterstudiengänge hinzu. Dazu zählen unter anderem „Active Ageing and Age-Friendly Society“, ein gemeinsames Programm mit europäischen Partnerhochschulen, sowie „Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe“ und „Klientenzentrierte evidenzbasierte Gesundheitsversorgung“. Diese richten sich bewusst auch an Berufsgruppen wie Hebammen, Physio- oder Ergotherapeuten.