W as im Herbst von heimischen Gemüsefelgeholt rosadern wird, sieht alles andere als eintönig aus. Rote Rüben im Mini-Format, leuchtend gelbe Knollen oder Sorten, die beim Aufschneiden weiß geringelt sind, bringen Farbe auf den Teller. Geschmacklich reicht die Palette von erdig und kräftig bis mild und süßlich.
Rot, gelb oder geringelt
Am bekanntesten ist die Rote Rübe mit ihrer tiefroten Farbe und dem erdig-süßlichen Geschmack. Daneben gibt es aber gelbe oder goldene Sorten, die meist etwasbemilder schmecken, sowie die auffällig geringelte Chioggia-Rübe. Wer verschiedene Sorten kombiniert, kommt also schon allein durch die Farben Abwechslung auf den Teller.
Von roh bis geröstet
Ein Gemüse für die kalte Jahreszeit ist die Rübe aber nicht nur wegen ihrer Vielfalt. Sie lässt sich auf unterschiedlichste Weise zubereiten: kochen, dünsten, im Ofen rösten oder - je nach Sorte auch roh essen. Besonders beim Rösten entwickelt sie eine angenehme SüBe und kräftige Röstaromen. Deshalb harmonieren Rü-ben gut mit würzigem Käse, Nüssen und Kräutern wie Thymian oder Rosmarin.
Mehr als eine Beilage

Rüben können weit mehr als nur Beilage sein. Rote Rü-ben lassen sich zu cremigen Suppen, Aufstrichen oder Püree verarbeiten. Fein gehobelt bringen sie Farbe in Salate, Risotto bekommt durch Rote Rüben nicht nur einen kräftigen Geschmack, sondern auch eine spektakuläre Farbe. Gelbe und geringelte Sorten machen sich besonders gut dort, wo ihre ungewöhnliche Optik sichtbar bleibt.mischt, bekommt mit wenigen Zutaten ein unkompliziertes Herbstessen.
Auch bei Eintöpfen und herzhaften Gemüsepfannen dürfen Rüben ruhig eine Hauptrolle spielen. Steckrüben oder Herbstrüben lassen sich ähnlich wie Kartoffeln kochen und pürieren. Wer verschiedene Wurzelgemüse
Auch die Blätter können in die Küche
Bei jungen Roten Rüben lohnt sich außerdem ein Blick auf das Grün. Frische, unbeschädigte Blätter müssen nicht im Biomüll landen. Sie können ähnlich wie Mangold kurz gedünstet oder in der Pfanne geschwenkt werden. Sehr junge, zarte Blätter eignen sich auch für Salate. Kräftigere Blätter schmecken hingegen mit etwas Knoblauch und Olikurz venöl kurz angebraten. Auch klein geschnitten in Suppen, Gemüsepfannen oder einer Quiche lässt sich das Rübengrün gut verwenden. Rübengrün enthält allerdings Oxalsäure und sollte deshalb, ähnlich wie Spinat oder Mangold, nicht in großen Mengen gegessen werden.
Richtig lagern
Wer Rüben nicht sofort verarbeitet, entfernt am besten das Blattwerk und lagert die Knollen kühl. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich deutlich länger als viele empfindlichere sorten. Damit gehören Rüben zu jenen unkomplizierten Vorräten, aus denen sich auch ohne große Planung schnell etwas machen lässt. All das sind gute Gründe, den Rüben im Herbst wieder mehr Platz in der Küche einzuräumen. Der wichtigste ist aber, dass kaum ein heimisches kräftigen Geschmack, intensives Farbenspiel am Teller und so viele Zubereitungsmöglichkeiten auf so unkomplizierte Weise Herbst-Gemüse verbindet.
Rezepttipp: Ofengeröstetes Wurzelgemüse mit Käse und Nüssen
Für 4 Personen

Zutaten:
> 500 g Rote und/oder Gelbe Rüben
> 400 g Karotten
> 300 g Pastinaken 2 rote Zwiebeln
> 3 EL Olivenöl
> 1 TL Honig
> 1TL Thymian, Salz, Pfeffer
> 150 g Schafkäse oder Tiroler Bergkäse
> 60 g Walnüsse, etwas Petersilie zum Bestreuen
Zubereitung:
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Rüben, Karotten und Pastinaken schälen und in etwa gleich große Spalten oder Stücke schneiden.
Zwiebeln schälen und achteln. Gemüse und Zwiebeln auf einem Backblech verteilen. Olivenöl mit Honig, Thymian, Salz und Pfeffer verrühren, über das Gemüse geben und alles gut vermengen. Im Ofen 35 bis 40 Minuten rösten, nach etwa der Hälfte der Zeit einmal wenden.