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22.09.2026

Krone Extra Kärnten

Zikkurat-Drauwelle: Natur trifft auf Kunst

Bei Selkach stoẞen Naturschutz und ein Kunstwerk aufeinander. Ein idealer Zwischenstopp bei Ausflügen.

Das Zikkurat am Nordufer der Drau wurde mit Material von Stauraumbaggerungen aus dem nahegelegenen Stausee gebaut. Fotos: Felix Justich

Egal, ob mit dem Auto, dem Motorrad oder – noch viel besser – mit dem Rad: Ein Zwischenstopp am nördlichen Ufer der Drau im Rosental bei Selkach zahlt sich auf jeden Fall aus. Mit dem Rad geht es über die Selkacher Draubrücke, die selbst majestätische Ausblicke bietet, dann knapp einen Kilometer durch die Ortschaft. 

Dort erhebt sich ein fast mystisches Kunstwerk am Wasserrand: die Zikkurat-Drauwelle. Um sich gegen Hochwasser abzusichern, hatte der Energieversorger Verbund zusätzlichen Stauraum ausbaggern lassen – aus dem angefallenen Material formten drei Künstler dann diese beeindruckende Skulptur: Edmund Hoke, Tomas Hoke und Armin Guerino, die drei Söhne des großen Kärntner Künstlers Giselbert Hoke, gestalteten diese gräserne Schnecke als Land-Art-Projekt.

Spiegel, Naturschutz und ein Platz zum Verweilen

An der Spitze des Zikkurats befindet sich ein natürlicher Spiegel für die umliegende Landschaft – dank eines Windrads immer mit frischem Wasser gespeist. Doch hinter all dem verbirgt sich auch ein Naturschutzprojekt. Denn rund um das Zikkurat befindet sich eine Vielzahl von Biotopen, die von Fischen, Vögeln und Amphibien als Lebensraum genutzt werden. 

Doch auch der Mensch kommt nicht zu kurz: Am Fuße des Zikkurats finden sich Sitzgelegenheiten und eine Grillstelle. In der Umgebung locken zusätzlich gemütliche Gaststätten und – wenn gerade Saison ist – frischer Spargel und Erdbeeren von den benachbarten Feldern, die bei Hofläden gekauft werden können. F. Justich